Wie geht es weiter mit dem Mannhardt-Anwesen? Foto: Anlicker

Die Idee, das Mannhardt-Haus im Besitz der Gemeinde Schliengen für die Musikschule Markgräflerland zu nutzen, ist vom Tisch.

Die Gemeinde Schliengen hat vor zwei Jahren das Mannhardt-Anwesen an der Eisenbahnstraße erworben. Ursprünglich war geplant, dort eine Kindertagesstätte unterzubringen. Im April 2024 hat der Bauausschuss des Schliengener Gemeinderats den Bauantrag für die Sanierung und den Umbau des Anwesens in eine Kindertagesstätte mit 45 Plätzen genehmigt. Im November 2024 gab es seitens des Gemeinderats Zweifel am Bedarf, so dass der Umbau zur Kindertagesstätte auf Eis gelegt wurde.

 

Zuletzt hatte die Verwaltung die Idee, die Musikschule Markgräflerland im Mannhardt-Haus unterzubringen, aber auch hiervon wird nun wieder Abstand genommen. „Wir haben durchgerechnet was es kostet, das Gebäude für die Bedürfnisse der Musikschule umzubauen. Es rechnet sich nicht“, erklärt Schliengens Bürgermeister Christian Renkert.

Hintergrund ist, dass die Hebelschule in Schliengen aufgrund wachsender Schülerzahlen einen höheren Raumbedarf hat. Mittelfristig sollen die dortigen Räume der Musikschule daher von der Schule genutzt werden.

In der Sitzung des Schliengener Gemeinderats am Donnerstag hatte der neue Rechnungsamtsleiter Johannes Sattler einen Einblick in den Entwurf des neuen Haushaltsplans gegeben. „Die Infrastruktur wird uns finanziell wehtun“, stellte er in seinem Vortrag fest. Spätestens wenn die Rücklagen der vergangenen Jahre aufgebraucht seien, müsse darüber nachgedacht werden, Gebäude im Besitz der Gemeinde abzustoßen.

Auf die Frage, ob das seit zwei Jahren leerstehende Mannhardt-Gebäude nun wieder verkauft werden soll, antwortet Bürgermeister wie folgt: „Wir würden dem Gemeinderat nicht vorschlagen, das Gebäude wieder zu verkaufen. Wir brauchen immer Räume.“