Sophia Freudenthaler und Hans Peter Wössner spielen im Donaueschinger Strawinsky-Saal. Foto: Lucija Peltier

Die Musikschule vollendet mit einem festlichen „Herbst“-Konzert ihre Reihe „Jahreszeiten“. Das Publikum ist begeistert.

Mit einem festlichen und zugleich emotional berührenden Abend vollendete die Musikschule Donaueschingen im Strawinsky-Saal der Donauhallen ihre Konzertreihe „Jahreszeiten“ zum 60-jährigen Bestehen.

 

Das Motto des Abends – „Herbst“ – spiegelte sich laut Mitteilung der Stadt „in warmen Klangfarben, virtuosen Darbietungen und hoher künstlerischer Qualität“ wider. Vor einem nahezu vollen Saal präsentierten sich vor allem Lehrkräfte der Musikschule, ergänzt durch einige Schüler. Astrid und Axel Schlumberger eröffneten das Konzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Adagio und Allegro KV 594“.

Mit dem Prelude aus Johann Sebastian Bachs „Suite Nr. 3 in C-Dur“ präsentierte Lindsay Cheng-Schulz eine der bekanntesten Cellosolo-Kompositionen überhaupt. Die Klavierschüler Luis Hauger und Arthur Blenkle bewiesen mit den anspruchsvollen „Préludes“ von Sergei Rachmaninoff ihr Können, bevor Markus Blenkle in Franz Liszts „Mazeppa“ aus den „Études d’exécution transcendante“ über die Tasten fegte.

Eine atmosphärische Wendung brachten Sophia Freudenthaler (Querflöte) und Hans Peter Wößner mit Molinos „Opus 61 Nr. 3“ sowie dem farbenreichen „Pacoca“ von Celso Machado. Ein erster Höhepunkt des Abends folgte kurz vor der Pause: Das Klaviertrio mit Karen Gómez (Violine), Lindsay Cheng-Schulz (Cello) und Michael Kanczyk (Klavier) präsentierte den ersten Satz aus Fexlix Mendelssohn-Bartholdys „Klaviertrio d-Moll op. 49“.

Energiegeladener zweiter Teil

Mit „Hiplips II“ von Leslie Pearson und der Titelmelodie aus „Scarecrow & Mrs. King“ eröffnete ein Blechbläserquintett mit Li-Hsiu Shen, Christina Müller (Trompete), Otmar Mayer (Horn), Dóra Miklós-Karakas und Peter Stelzl (Posaune) den zweiten Konzertteil energiegeladen und präzise. Das Blockflötenensemble überzeugte sowohl mit einem Tanz aus Seibers „Dance Suite“ als auch mit einer frischen, temperamentvollen Version von Jon Bon Jovis „It’s my life“. Anaela Schlunk brachte mit Wilhelm Posses „Wellenspiel“ und einem Werk von Marcel Tournier einen geradezu verzaubernden Klang in den Saal.

Mit Frederic Chopins „Scherzo h-Moll op. 20“ setzte Jugend-musiziert-Preisträger Antonius Hall einen weiteren Glanzpunkt. Zum Abschluss folgte eine Premiere: Ein eigens für dieses Konzert zusammengestelltes Kammerorchester aus zwölf Lehrkräften und zwei Schülern präsentierte unter der Leitung von Clemens Berger Pjotr Iljitsch Tschaikowskys "Nussknacker-Suite". Langer, begeisterter Applaus folgte.