Die Musikkapelle Thanheim und der Musikverein Lyra Bittelbronn machten am Samstagabend gemeinsame Sache: Sie gaben ein weihnachtliches Konzert in der Hohenzollernhalle.
Zu ihrem Jahreskonzert hat sich die Musikkapelle Thanheim am Samstagabend einen hochkarätigen Gast eingeladen. Der Musikverein Lyra Bittelbronn kam zum Gemeinschaftskonzert in die Hohenzollernhalle. Die Zuhörer erlebten einen eindrucksvollen Konzertabend mit originaler und moderner Literatur. Der Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten: Die Thanheimer Musiker waren gleich am Sonntag zum Konzert in Bittelbronn eingeladen.
Vorsitzender Martin Schwellbach hieß die Konzertbesucher und einige Ehrengäste willkommen. Die Nachwuchsmusiker aus dem Jugendorchester eröffneten unter Leitung von Jeanette Ciolek den Konzertabend mit schwungvoller Filmmusik: „Selections from the Star Wars Saga“ und „Music from Pirates of the Carribean“, ein Medley aus Liedern von „Fluch der Karibik“. Mit einer Zugabe zeigten sie ihren aktuellen Leistungsstand.
Exkurs in die Welt von Walt Disney
Anschließend präsentierte sich der Musikverein Lyra Bittelbronn mit brillantem Klangvolumen in Bestform. Das Orchester musizierte nuancenreich und charakteristisch. Ramona König – seit 2010 Dirigentin der Lyra – dirigierte das 51-köpfige Orchester. Durch das Programm führte Karin Müller.
Mit der Musik des Werbefilms der Delta-Airlines aus den 1990er-Jahren „Adiemus“durften die Zuhörer mitfliegen. Von einer spektakulären Schifffahrt, dem gefürchteten Magnetberg und dem Schiffsunglück handelte die nächste Aufführung „Der Magnetberg“ vom Komponisten Mario Bürki, der die Geschichte des Märchens aus 1001 Nacht als Vorlage für sein Werk genommen hat. Das Antikriegslied „Two Tribes“ erzeugte durch Unruhe und einen unerbittlichen Rhythmus eine durchgängige Spannung.
In die Welt von Walt Disney entführte das Medley „Disney-Fantasy“, wozu sogar gesungen wurde. Der „Solotrommelmarsch“ erinnerte das Publikum an den weltbekannten Ernst Mosch. Mit einer Zugabe verabschiedete sich der MV Lyra aus Bittelbronn und erntete viel Applaus.
Das Orchester hinterließ nachhaltigen Eindruck
Nach der Pause belegten das hochmotivierte Orchester aus Thanheim die Bühne. Für den neuen Dirigenten Michael Reiter war es zugleich die Premiere. Er dirigierte voll Euphorie und Enthusiasmus und wusste die einzelnen Register zu fordern. Die Musiker spielten konzentriert, integrierten Soli und hinterließen nachhaltige Eindrücke. So bekamen die Besucher einen bunten melodischen Melodienstrauß zu Gehör, der mit viel Beifall belohnt wurde.
Mit der Komposition „La Quintessenza“ eröffneten die rund 50 Bläserinnen und Bläser ihren grandiosen Auftritt. Es ist eine überarbeitende Version der Komposition „Pentagram“ von Johann de Mey. „Bulgarien Dances“, die freie Rhapsodie, hingegen war unterteilt in vier einzelnen Sätze aus mehreren bulgarischen Volksliedern.
Hommage an Elvis Presley
Eine Hommage an Elvis Presley spielten die Musikerinnen und Musiker bei „Elvis the King“ – ein Medley aus vier Elvis-Titeln, verschiedner Stile. Diese instrumentale Akrobatik verlangte den Musikern und den Solisten allerhand ab. Temperamentvoll und stets den Einsätzen ihres Dirigenten Michael Reiter folgend schritten die Akteure zu Werke und bekamen für ihre Leistung langanhaltenden Applaus. Zwei Zugaben – „Stevie Wonder“ und „The Sound of Silence“ – mussten obendrein gewährt werden.