Das Zwiebelbeetenteam hatte beim Bachkuchefescht in Höfendorf alle Hände voll zu tun. Foto: Baum

Das Bachkuchefescht der Musikkapelle Höfendorf hat am Wochenende wieder für Gaudi und kulinarischen Genuss gesorgt. Erstmals gab es einen Linedance-Abend.

Die Stimmung beim ersten Linedanceabend in Höfendorf war grandios – zum Auftakt des Bachkuchefeschts sorgte die Countryband „Silver Highway“ für Stimmung, und viele Tänzer tanzten vor der Bühne Linedance.

 

Der Linedanceabend strahlte in die gesamte Region aus – die Gäste kamen nicht nur aus dem Zollernalbkreis und der Höfendorfer Umgebung, sondern auch aus Böblingen oder dem Landkreis Tübingen. Im Festzelt war kein Platz mehr frei; vor der Bühne herrschte beim Tanz dichtes Gedränge.

Sommerliche Temperaturen sorgten dafür, dass die Küche vor allem erfrischende Getränke herausgeben musste. Doch auch die Zwiebelbeeten waren rege gefragt – sie sind traditionell der Renner beim Bachkuchefescht. Zudem gab es Rote, Wedges mit Sour Cream und eigens für den Linedance-Abend Pulled Pork, sodass ein wenig amerikanisches Flair auch bei den kulinarischen Spezialitäten aufkam.

Am Samstagabend sorgten der Musikverein Renquishausen und die musikalische Spielgemeinschaft Heudorf/Eigeltingen für Stimmung im großen Festzelt bei der Kirche. Höhepunkt war die „Beetengaudi“, die zwei Mitglieder der Musikkapelle Höfendorf vorbereitet hatten. Die Musikkapelle ist es auch, die das Bachkuchefescht ausrichtet und vor und hinter der Bühne die Fäden zieht.

„Beetengaudi“ mit Bierkrugstaffel und Quiz

Fünf Spiele, die während der Musikpausen der beiden Musikkapellen über die Bühne gingen, warteten auf die drei Teams, die sich an der „Beetengaudi“ beteiligten. Die Teams stammten vom Musikverein Renquishausen, von der Spielgemeinschaft Heudorf/Eigeltingen und vom Musikverein Rangendingen. Jeweils vier Spieler stellten sich den Aufgaben. Da galt es etwa, Lieder zu jodeln oder ein Rezept zusammenzupuzzlen. Auch gab es eine Bierkrugstaffel – dabei galt es, mit möglichst wenig Bierverlust einen Bierkrug durch einen Slalom-Parcours zu manövrieren. Eine Mehllöffelkette sorgte dazu für Heiterkeit – ein Löffel mit Mehl wurde von Spieler zu Spieler weitergegeben. Natürlich mussten auch Fragen beantwortet werden – dies beim Beetenquiz.

Die Zuschauer und auch die Beetengauditeams hatten ihren Spaß, und Herbert Fahrner, 1. Vorstand der Musikkapelle Höfendorf, freute sich als Chef des Zwiebelbeetenteams, dass das Fest so gut angenommen wurde.

250 Beeten produziert

Doch hinter dem Erfolg steckte viel Arbeit – die 50 Helferinnen und Helfer arbeiteten zwei Schichten pro Veranstaltungstag. 100 Kilogramm Zwiebeln wurden während der drei Festtage zu köstlichen Zwiebelbeeten verarbeitet – insgesamt wurden 250 Beeten produziert. 80 gingen als Vorbestellungen raus. Zudem gab es 600 Brezeln. Für die Zwiebelbeeten verwendet Herbert Fahrner ein geheimes Rezept, das jahrzehntelang überliefert wurde. Nur Herbert Fahrner kennt die genaue Mixtur. Er hat aber auch schon einen Nachfolger, den er in das Herstellen der Zwiebelbeeten eingeweiht hat – es ist sein Sohn Joachim.

Am abschließenden Sonntag tummelten sich die Gäste bereits zum Frühschoppen mit Unterhaltung mit dem Musikverein Hailfingen im Festzelt, anschließend musizierte die Plettenbergstammtischmusik. Gefragt waren die Tombola sowie der Mittagstisch mit Schnitzel und Spätzle, Pommes und Salat und natürlich: Zwiebelbeeten.