Beim Herbstkonzert in der ehemaligen Klosterkirche in Oberndorf fliegt das Orchester mit seinen Gästen durch die Zeit – und ehrt Leiter Volker Rückert mit einer Überraschung.
„Wer unsere Konzerte in den letzten 20 Jahren zuverlässig besucht hat, erlebt heute Abend ein Déjà-vu“, begrüßte Vorsitzende Jessica Schnetter das Publikum beim 45. Herbstkonzert der Musikkapelle Altoberndorf in der Klosterkirche.
Volker Rückert, seit 20 Jahren Dirigent des Orchesters, hatte die Zusammenstellung des Konzertprogramms seinen Musikern überlassen. Er erhielt als symbolisches Dankeschön für viele gemeinsame musikalische Jahre einen goldenen Taktstock überreicht.
Das Beste aus 157 Möglichkeiten
Mathieu Hagedorn führte durch das Programm und zitierte den Dirigenten aus dem Frühjahr: „Für Euer diesjähriges Herbstkonzert seid ihr selbst verantwortlich.“ Die Auswahl aus 157 Konzertstücken war nicht leicht und doch war die Beliebtheit in so manch einem Stück eindeutig.
Zum Konzertauftakt hatte sich das Orchester für „Choreography“ entschieden, eine zeitgenössische Komposition mit fließenden Melodien und eingängigen Rhythmen. Eine majestätische Fanfare läutete beim „Grand March“ einen großartig klingenden, energischen Marsch ein. Bei „Around The World In 80 Days“ wurde die musikalische Reise um die Welt ebenso bildlich unterlegt wie bei der außergewöhnlichen Artistik und Theaterkunst des „Cirque du Soleil“.
Mit dem würdevoll klingenden Konzertmarsch „Arsenal“ ging es in den zweiten Konzertteil. Die Highlights aus dem Musical „Tanz der Vampire“, von Wolfgang Wössner großartig arrangiert, boten einen Einblick in die Welt der Vampire. Das Medley „Udo Jürgens – Das BESTE!“ bot fast jedem Register einen Auftritt, und ein Podium, um an die ungeheure Vielfalt der Musik des österreichischen Entertainers zu erinnern. Beim Schlussstück „Music“ zeigte die Kapelle, dass man mit Herz und Seele Musiker ist.
Vor der Zugabe „General Radetsky Goes Cookoo“ erinnerte Jessica Schnetter an die diesjährigen Benefiz-Konzerte „Fast alles ohne Strom“ mit der Musik der Band „Die Toten Hosen“. Fast 20 000 Euro konnten im Oktober an das Kinder- und Jugendhospiz „Sternschnuppe“ in Villingen-Schwenningen übergeben werden.
Sie bedankte sich bei Sören Hanusa, dem Ideengeber der Benefizaktion, der mit seinen Gitarren-Soli auch das Udo-Jürgens-Medley – wie schon bei der ersten Auflage im Jahr 2019 – bereicherte.