Scheunenfest beim Musikerball in Obereschach: Was einmal ein rechter Bauer werden will, muss früh üben, auch wenn die Gerätschaften mal zu groß sind. Foto: Kurt Weiß

Zu einem immer größeren Publikumsmagneten hat sich in den vergangenen Jahren der Musiker-Ball entwickelt, so dass bereits zwei Wochen vorher die Eintrittskarten vergeben waren.

Alle Hände voll zu tun hatten die Musiker, um die Bühne nach dem Jubiläumsball der Gayser-Gilde in einen Saustall umzuwandeln, um dem Motto des Balls „Scheunenfest der Landwirte“ gerecht zu werden.

 

Und so war es natürlich nicht erstaunlich, als beim Einzug der Musikantinnen und Musikanten – oder was von ihnen zum Bestreiten des Programms noch übrig geblieben war – unter der Leitung von Thomas Haberer in der Festhalle eine prächtige Stimmung herrschte.

Aber nicht nur die Musikantinnen und Musikanten sorgten für Stimmung, sondern auch die beiden Ansager Tobias Heuft und Stefan Linkenheil mit ihren spritzigen, humorvollen Ansagen.

Stefan Linkenheil (links) und Tobias Heuft führten recht schwungvoll, witzig und humorvoll durch das Programm. Foto: Kurt Weiß

Den Anfang des rund dreistündigen Programms machten die Jüngsten des Vereins, die Trachtenkinder. Und es war den Milka-Kühen bei ihrem Tanz unter der Leitung von Hanna Stratmann, Annalena Weißer und Lisa Hildebrand eine gewisse Nervosität vor so einem großen Publikum anzumerken. Dies konnte man vom Auftritt der Tannheim Garde unter der Leitung von Mira Blessing und Celine Mahler nicht behaupten. Und so war der große Beifall ebenso verdient wie für die Milka-Kühe.

Neues von Familie Narr

Nicht mehr wegzudenken beim Musikerball ist der Auftritt der Familie Narr mit Vater Thomas Rödel und seinen drei Söhnen Kai, Ben und Jan, die allesamt in der Musikkapelle ein Instrument spielen und so manch Hintersinniges aus der Familie zum Besten gaben.

Dann hatten die Jungmusiker unter der Leitung von Julia Schütz, Jan Rödel und Miriam Schlüter Gelegenheit, ihr Talent zur Arbeit auf dem einem Bauernhof unter Beweis zu stellen.

Geräusche vom Hof

In nicht viel nach stand ihnen die Bauerhofkapelle, die aus zehn aktiven Musikern bestand, der Bauernkapelle Mindersdorf mit ihren flotten Weisen, bevor das Schlagzeugregister unter der Leitung von Fabienne Fehrenbach mit ihren Schützlingen die vertrauten Geräusche auf einem Bauernhof, wozu natürlich auch das Geklapper von Milchkannen gehört, musikalisch nachahmte.

Die Tannheimer Garde Tanzgruppe brauchte ihre Reise nach Obereschach nicht zu bereuen und zeigte einen weiteren Garde-Tanz.

Und nachdem Miris Gruppe dem begeisterten Publikum noch einmal vor Augen führte, wie mit KI ein Bauernhof gemanagt werden kann, sorgten aktive Musikerinnen unter der Leitung von Christina Hofmeier und Hanna Stratmann für einen gelungenen Abschluss mit einer Hühnerstallparty, wie es sich für ein zünftiges Scheunenfest gehört.