Die zweitägige Veranstaltung in der Brunnenstraße ist der sommerliche Höhepunkt für die Gechinger und alle mit ihnen Verbundenen aus der nahen und weiteren Umgebung.
Wie beliebt das Gechinger Straßenfest ist, bewies einmal mehr der stetige Zustrom in die abgesperrte Brunnenstraße ab Eröffnung des Festes am Samstagnachmittag. Beim Angebot an musikalischer Unterhaltung wie an kulinarischer Vielfalt war für jeden etwas Passendes dabei. Und so waren bald alle Sitzmöglichkeiten, ob sonnengeschützt unter dem Planendach oder im Freien, dicht besetzt.
Weitere Freundschaft
Erstmals trat am Samstagnachmittag zu Beginn des Straßenfestes auf der Musikerbühne der Musikverein Stadtkapelle Niederstotzingen auf. Der Besuch der Kapelle aus dem Landkreis Heidenheim legte den Grundstein für eine weitere verbindende Musikerfreundschaft mit dem Veranstalter des Straßenfestes, dem Musikverein Gechingen. Dass die Niederstotzinger nach Gechingen gekommen sind, hat mit einer jungen Gechinger Musikerin zu tun, die aus beruflichen Gründen ins Ulmer Umland gezogen ist.
„Ich habe Melli Bahr bei einem Fest kennengelernt und sie eingeladen, bei uns mitzuspielen“, sagte der Vorsitzende der Niederstotzinger, Uli Lindenmayer, als er dem Chef des MV Gechingen, Frank Talmon l’ Armée, einen Jubiläumskrug samt einem Fünf-Liter-Syphon mit hausgebrautem Niederstotzinger Bier überreichte. Davor hatte der Dirigent, Musikdirektor Christoph Hesse, Melanie Bahr dem Publikum schon vorgestellt, die als Teil der Stadtkapelle aktiv zum gelungenen Auftritt der neuen Freunde beigetragen hat.
Nicht ohne Zugabe und begleitet von großem Applaus für ihre feine stimmungsvolle Blasmusik bei ihrer Premiere im Gäu verließen die Niederstotzinger dann die Bühne und überließen das Publikum den Platzhirschen, den Gechinger Stimmungskanonen „Golmer Buam“. Für Stimmung in der Partynacht sorgten dann die Original Schwippetaler aus Dagersheim mit ihrer Mischung von volkstümlicher Blasmusik über neueste moderne Unterhaltungsmusik und Tanzmusik bis hin zu Rock und Pop.
An den Ständen für Speisen und vor allem kalten Getränken herrschte Hochbetrieb. Neben den Klassikern wie gegrillte Rote Wurst oder Steak und Pommes frites waren die bekannt leckeren Zwiebel- und Kartoffelkuchen der Renner, die ofenfrisch aus dem Pizzaofen-Mobil des MV Gechingen über die Verkaufstheke gingen. „Rund 700 Stück haben sie vorbereitet“, wusste der Herr über die Öfen, zweiter MV-Vorsitzender Eckhard Ruopp, zu berichten. Anklang fand ebenso der frische Salatteller als Alternative zu den gewohnten Festspeisen.
Typisch schwäbisch
Am Sonntag stand nach dem Gottesdienst im Freien, den der Posaunenchor mitgestaltete, mit Maultaschen und Kartoffelsalat ein typisch schwäbisches Mittagessen auf der Fest-Speisekarte. Musikalisch sorgten zunächst die Musikerjugend und die Bläserklasse für Unterhaltung, bevor der Musikverein Neubulach die Bühne für den Nachmittag übernahm.
Kinder haben viel Spaß
Ganz viel Spaß hatten die Kinder, ist das Straßenfest doch im besten Sinne auch ein Familienfest. Beim Spielmobil waren vor allem die Pedalos sehr gefragt. Es waren richtige Spezialisten zu beobachten, die vor- und rückwärts geschickt durch die spielende Meute kurvten. Das gelungene Abräumen der Dosenpyramiden am Dosenwurf-Stand wurde mit Verzehrgutscheinen belohnt, und die Kleineren hatten Spaß, über den Stapelstein-Parcours zu balancieren.
Wie gut das sommerlich-heitere Straßenfest der Dorfgemeinschaft tut, belegten dem außenstehenden Beobachter die froh gelaunten Besucher, die angeregten Unterhaltungen und die fröhlich-ausgelassene Feststimmung bei toller musikalischer Begleitung.