Das geschäftsführende Vorstandsteam der Stadtharmonie Villingen hofft wieder auf bessere ­Zeiten: Henry Greif und Maike Klingebiel (vordere Reihe), Dirgent Mario Mosbacher und Alexander Heift (hintere Reihe von links). Foto: Bombardi

Die Stadtharmonie Villingen folgt dem Motto "Wir leben", das über dem ausgefallenen Jahreskonzert im vergangenen Jahr stand. Doch nach einem achtmonatigen Stillstand und dem nahezu totalen Erliegen der Aktivitäten ist es nicht immer einfach, an das Weiterkommen zu glauben.

VS-Villingen - Dennoch blickte Henry Greif als Sprecher der Geschäftsführung zuversichtlich dem neuen Vereinsjahr entgegen, das mit der Gestaltung des Festaktes und dem Narrentreffen zum 150. Geburtstag der Katzenmusik im Januar 2022, den Auftritten zum Stadtjubiläum intensive Probenarbeit und zahlreiche Auftritte verspricht.

Doch vorab hat die Harmonie das Jahreskonzert im November als Höhepunkt im Visier. Bis dorthin hält sie sich zurück mit Auftritten. Für Greif ist es offensichtlich, dass die Sehnsucht, wieder gemeinsam Musik zu machen, mit jedem Monat Stillstand wuchs. Das führte dazu, dass die Mitglieder fokussierter Musik machen als vor Pandemiezeiten.

Eine Quintessenz war es auch, die positiven Seiten der Digitalisierung auszubauen. So spart die Digitalisierung des Notenbestands genauso wie digitale Vorstandssitzungen Zeit. In vielen Fällen ist indes die Begegnung nicht zu ersetzen. Auch die Jugendkapelle konzentriert sich auf die Probenarbeit. "Covid hat uns gezeigt, dass wir als Blasmusikverein den Schwerpunkt auf die Musik legen müssen", zieht Greif ein Fazit. "Aus dem musikalischen Auftritt entwickelt sich eine gesellige Veranstaltung und ein Fest nicht umgekehrt."

Ein ähnliches Bild wie im Blasorchester bietet sich auch in den anderen Abteilungen von der Grundausbildung bis zum Blasorchester, vom Spielmannszug bis zu den Stadtharmonisten. Bis März 2020 verlief alles normal, danach verbreitete sich Tristesse. Das Aufräumen des Archivs, die neue Einfassung der Fasnetsnoten waren zwar notwendig, ersetzen aber nicht die Musik.

Zu den Herausforderungen gehört es, neue Wege der Finanzierung der Bläserschule zu finden, das Niveau weiter zu steigern und alle Investitionen auf ihre Notwenigkeit zu überprüfen. 2019 gab es neun Übertritte vom Vororchester in die Jugendkapelle. Auch gibt es in diesem Jahr elf Übertritte ins Blasorchester, was als Bestätigung de funktionierenden Ausbildungssystems angesehen wird.

Frisch motiviert geht die Geschäftsführung der Stadtharmonie Villingen mit Henry Greif (Sprecher), Alexander Heift (Finanzen) und der neu in das Vorstandsteam gewählten Maike Klingebiel (Kommunikation) ins neue Vereinsjahr. Ehrungen 2020 gab es für: 50 Jahre aktiv Manfred Kunzelmann; zehn Jahre aktiv Hiltrud Bernath, Maxi Klingebiel, Emilia Marx, Mathias Vollmer, Marie-Kristin Kilzer; 30 Jahre passiv Fridolin Riesle, Ernst Reiser, Gerhard Kurz, Rüdiger Holzmann. Ehrungen 2021 gab es für: 50 Jahre aktiv Willi Rungas; zehn Jahre aktiv Sarah Kilzer, Elija Köhl, Simon Marx, Giulio Raffa, Aileen Riesle, Anette Riesle, Jakob Riesle, Sophia Riesle, Thomas Riesle, Julia Schatke, Annabelle Schölzel; 30 Jahre passiv Edith Dold, Herbert Freund, Heinz Gabriel, Brunhilde Güntert.

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