Ab auf die Burghof-Bühne Foto: Meller

Mit den „Burghof Discoveries“ stellt der Burghof Lörrach ein neues Format vor, das regionalen Künstlern eine professionelle Bühne bietet.

Die erste Ausgabe findet am Dienstag, 27. Februar, statt. Ab sofort können sich interessierte Musikerinnen und Musiker aus der Region für einen Auftritt bewerben.

 

Die Burghof Discoveries sollen laut Burghof eine Plattform schaffen, die Kreativen unterschiedlichster Stilrichtungen die Möglichkeit bietet, ihre Musik live einem breiten Publikum zu präsentieren – egal ob Rap, Indie, Singer-Songwriter, Klassik oder DJ-Set.

Für Newcomer

Das Format rücke damit die musikalische Vielfalt der Region in den Fokus. Es richtet sich an Newcomer, die erste Bühnenerfahrungen sammeln möchten, ebenso wie an etablierte Künstler, die neue oder experimentelle Projekte vorstellen wollen.

Insgesamt vier Acts werden bei der Premiere jeweils rund 35 Minuten auf der professionell ausgestatteten Bühne im Burghof auftreten.

Zusammenhalt der Kulturszene

Zudem soll das neue Format einen besonders niederschwelligen Zugang zur Kultur öffnen, da das Publikum selbst entscheiden kann, wie viel es bezahlen möchte. Und nicht zuletzt setzen die Burghof Discoveries auch ein kreatives Zeichen für den Zusammenhalt der regionalen Kulturszene. Denn ein Slot wird von der Kulturvilla Nellie Nashorn an einen Act vergeben, der sich zuvor auf der Open Stage des Nellie präsentiert hat.

Gibt es für lokale Musiker bisher zu wenig Auftrittsmöglichkeiten in Lörrach und Umgebung, wollten wir von Pressesprecher Ingmar Lorenz wissen. „Das hängt zwar ein bisschen davon ab, über welche Projekte und welche Genres wir sprechen, aber grundsätzlich ja. Trotzdem geht uns mit den Burghof Discoveries nicht in erster Linie darum, eine Lücke im Bedarf zu schließen, sondern darum, unser Haus um dieses Format zu erweitern.“

Aufstrebende Acts

„Beim ersten Abend liegt der Schwerpunkt auf der Musik – perspektivisch möchten wir aber auch beispielsweise performative Kunst bei den Discoveries zeigen. Es geht auf der einen Seite darum, aufstrebenden Acts eine Bühne zu bieten. Zugleich bieten die Burghof Discoveries auch eine Plattform für neue Formate und Ideen von bereits etablierten Künstlern.“

Auch performative Kunst

Anders als bei einer „Open Stage“ seien die Auftritte kuratiert. Das habe auf der einen Seite mit dem Anspruch an Qualität zu tun, auf der anderen Seite erlaube die Auswahl der Acts eine Art roten Faden in den Ablauf des Abends zu bringen.

Die Idee zu den Discoveries kam laut Lorenz gemeinsam mit dem Team auf, besonders vor dem Hintergrund, dass regelmäßig Angebote von Künstlern aus der Region an den Burghof herangetragen werden.

Ob sich die Veranstalter davon auch Synergien für Burghof und Stimmenfestival erhoffen, wollten wir wissen. „Nicht unmittelbar, beziehungsweise ist das nicht der vorrangige Grund für das neue Format. Synergien werden sich voraussichtlich ganz natürlich bilden, was uns natürlich sehr freuen würde“, sagt der Pressesprecher.

Oberste Liga

Auf die Frage, ob der Burghof mit seiner großen Bühne für lokale Musiker auch etwas Einschüchterndes haben könnte, meint Lorenz: „Der Burghof spielt mit Blick auf die Ausstattung und das Know-how des Personals in der obersten Liga der Veranstaltungshäuser. Dazu gehört auch, dass sich alle Künstler, die bei uns auftreten, wohl fühlen. Von daher ist es bestimmt nicht einschüchternd, im Burghof aufzutreten – ein Erlebnis ist es aber auf jeden Fall.“

Erlebnis Burghof

Mit dem Projekt soll auch ein neues Burghof-Klientel angesprochen werden. Das sei eine, aber nicht die vorrangige Facette. „In erster Linie geht es uns darum, einen bedeutenden Teil der Kulturlandschaft der Region abzubilden – und das dann auch möglichst niederschwellig mit dem „Pay as You Can“-Prinzip.“

Bands sowie interessierte Musiker können sich ab sofort bis zum 19. Dezember mit einem kurzen Steckbrief und einem Hör- oder Videobeispiel bewerben. Infos unter: burghof.com