Mit einem vielseitigen Programm eröffnete die Stadtkapelle Vöhrenbach unter der Leitung von Benjamin Hummel ihr Konzertjahr in der Festhalle.
Für Begeisterung sorgte der neue Dirigent Benjamin Hummel mit seinem ersten Jahreskonzert mit der Stadtkapelle Vöhrenbach. Er hatte für dieses Konzert ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Immer wieder gab es großen Beifall und am Ende des Konzertes gab es sogar Standing Ovations für den neuen Dirigenten.
Im September hatte Hummel die Leitung der Stadtkapelle Vöhrenbach von Julian Brugger übernommen. Dieser war für ein Jahr als Dirigent der Kapelle eingesprungen. Seit September ist er nun wieder als erster Trompeter der Stadtkapelle aktiv.
Die Festhalle in Vöhrenbach war gut gefüllt. Vorsitzender Jens Mandl freute sich über den guten Besuch des fast ausverkauften Konzerts und konnte auch eine ganze Reihe von Ehrengästen begrüßen.
Das vergangene Jahr sei für die Stadtkapelle Vöhrenbach ein erfolgreiches, aber auch intensives Jahr gewesen mit verschiedenen Auftritten innerhalb und weit über die Grenzen von Vöhrenbach hinaus.
Begrüßung des neuen Dirigenten
Mandl erinnerte beispielsweise an den Besuch bei den Freunden in Battenberg im August. Vor allem aber begrüßte er den neuen Dirigenten Benjamin Hummel, der nach Schule und Musikstudium auch einige Jahre als Klarinettist in der Orchestermusik unterwegs gewesen sei.
Durch das Programm des Abends führte Monika Schätzle, die zu den verschiedenen Titeln auch Details erzählen konnte. Die Stadtkapelle eröffnete ihr Programm mit der Egmont-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven. Mit diesem klassischen Werk, sonst natürlich von einem Symphonieorchester gespielt, konnte die Stadtkapelle aber auch mit dem Blasorchester den intensiven Charakter von Beethovens Musik deutlich machen.
Flott ging es weiter mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan van der Roost und anschließend mit dem Charakter von Bigband-Musik bei „Funk Attack“ von Otto M. Schwarz. Auch hier waren die Musiker wieder kräftig gefordert.
Eine musikalische Stadtbesichtigung
Vielseitig war die Suite „Fiskinatura“, komponiert für das 1150-jährige Dorfjubiläum des Ortes Fischen im Allgäu. Entsprechend melodisch wurde unter anderem die Natur des Ortes geschildert, genauso lebhaft war aber auch der Part über die Bevölkerung.
Im zweiten Teil begann die Stadtkapelle dann mit einer musikalischen Stadtbesichtigung mit der „New York Ouvertüre“. Auch bei den nächsten Stücken stand die Vielseitigkeit im Vordergrund, wenn verschiedene Szenen musikalisch dargestellt wurden.
Bei einem Besuch auf dem Kapverdischen Inseln war das Ganze in melodiösen Wellen und Wind eingerahmt, es gab aber auch dramatische Elemente, wenn es um die Versklavung der Einwohner durch die Eroberer ging.
Solistische Passagen der Musiker
Immer wieder gab es bei den Stücken des Abends auch solistische Passagen verschiedener Musiker der Kapelle. Bei Fiskinatura war vom Komponisten noch ein besonderer Solist vorgesehen: Martin Dorer ergänzte hier das Klangbild des Blasorchesters mit seinem Akkordeon.
Harmonisch und aggressiv ging es bei der Geschichte um Zwillinge aus dem 16. Jahrhundert zu: „The Witch and the Saint“ (die Hexe und die Heilige) von Steven Reineke, die ein tragisches Schicksal erlebten.
Den Schlusspunkt setzt dann ein Medley mit Melodien von Frank Sinatra. Nach dem großen Beifall des Publikums präsentierte Hummel mit der Stadtkapelle noch zwei Zugaben, doch selbst dann wollte der Beifall nicht enden.