Das Streichorchester und der große Chor waren ein Teil des gelungenen Adventskonzert des Clara-Schumann-Gymnasiums. Foto: Baublies

Schüler und ehemalige Schüler des Clara-Schumann-Gymnasiums haben bei ihrer traditionellen Veranstaltung in der Lahrer Stiftskirche insgesamt vier Uraufführungen geboten.

Zum Konzert gehörten das Musikprofil, das Unterstufenorchester, der Unterstufenchor, ein Vokalensemble, das sinfonische Kammerorchester, das Sinfonieorchester, der große Chor und zwei Solisten.

 

„Mache dich auf, werde Licht“ als Finale mit dem großen Chor und dem Orchester war die letzte der vier Uraufführungen in der vollbesetzten Kirche. Jonas Wahler, der in diesem Sommer sein Abitur am CSG abgelegt hatte, hat den modernen Choral mit Anklängen an große Vorgänger aus der Klassik komponiert. Es war kein Zufall, dass das sinfonische Kammerorchester davor die „Morgenstimmung“ aus den „Peer-Gynt-Suiten“ von Edvard Grieg gewohnt souverän aufgeführt hatte. Das Stück Wahlers griff einige Motive auf und verwandelte den Gesang und die verschiedenen Register des Orchesters in eine eigene Schöpfung.

„Er hat es wieder getan.“ Das Kompliment stammte von Direktorin Ev Tschentschel, die zwischen dem Morgen Griegs und der Schöpfung Wahlers die vier erstmals gespielten Stücke kurz vorstellte. Der „Wiederholungstäter“ (O-Ton Tschentschel) ist Jonathan Vogt, Jahrgang 2007. Er hat mit seiner Komposition „Licht“ den Raum der Kirche ausgenutzt. Die vier Stimmen des großen Chores haben sich mit der entsprechenden Beleuchtung im Altarraum verteilt und mit den Stimmen als unterschiedlichen Klangkörpern das Phänomen Licht räumlich dargestellt. Die Direktorin war beeindruckt, mit wie wenig Gesten der Oberstufenschüler die vier Stimmen im Raum angeleitet hat.

Lehrer Christian Wenzel hat „O oriens“ für den großen Chor und ein Instrumentalensemble komponiert. Das Musikprofil der Oberstufe hat als Ouvertüre einen „Kyrie Reggae“ geschaffen. Der Reggae fügte sich in den Auftakt ein „Kyrie eleison“ im Stil der gregorianischen Gesänge ein, so wie sie vermutlich im 12. und dem 14. Jahrhundert von Mönchen gesungen wurden.

Einige Stücke von Komponisten der Gegenwart und aus verschiedenen Epochen haben das insgesamt sehr gelungene Konzert mit deutlich mehr als 100 Teilnehmern vor und hinter der Bühne gut ergänzt.

Dank der Direktorin

Direktorin Ev Tschentschel dankte allen, die zum Gelingen des Adventskonzertes beigetragen haben. Sie würdigte die gute Zusammenarbeit aller, die im musikalischen Zug des Gymnasiums mitwirken. Nicht nur die Klasse aller Stücke war etwas Besonderes. Dass die schnellen Wechsel auf der Bühne, im Altarraum oder im Schiff so reibungslos verlaufen sind, ist auch eine Erwähnung wert, nicht zu vergessen, die Technik und die verschiedenen Arrangements mit Licht.