Das Jugendorchester der Gemeinde Friesenheim trat unter der Leitung von Julius Moldenhauer auf. Foto: Bohnert-Seidel

Der Heiligenzeller Schlösslehock bot den Gästen eine vielfältige musikalische Unterhaltung. Ein Highlight war auch eine besondere kulinarische Spezialität.

Es gibt viele Gründe, die Gäste äußern, wenn es darum geht, zum Schlösslehock mit dem Musikverein Heiligenzell zu kommen: Musik, gutes Essen und Geselligkeit unter einem riesigen Blätterdach reihen sich hier aneinander. Für die Eltern und Großeltern der Nachwuchsmusiker ist es der erste Auftritt ihrer Kinder, für viele Oberschopfheimer ist es der gute Klang des eigenen Musikvereins, der am Nachmittag zu hören ist, aber auch das Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Dinglingen war bestens besucht.

 

Zu seinem Auftritt kam auch das Gesamtorchester Heiligenzell-Allmannsweier unter der Leitung von Ulf Schuster. Mit großem Applaus wurde auch das Jugendorchester der Gemeinde Friesenheim „5er-Takt“ unter der Leitung von Julius Moldenhauer gefeiert. Ohne Zugabe wurde der musikalische Nachwuchs aus den Musikvereinen nicht entlassen. Die starke Kinder- und Jugendarbeit von Sabine Böhnemann im Musikverein Heiligenzell hob Sebastian Schmider gegenüber unserer Redaktion hervor.

Der Vorstand war mit seinem Schlösslehock durchweg zufrieden. Unter den schattigen Bäumen genossen die Gäste eine rundum wohltuende Geselligkeit und wussten sich nahtlos unterhalten von bester Blasmusik. Nur mit Mitgliedern aus eigenen Reihen ließe sich der Schlösslehock nicht mehr durchführen. Umso dankbarer war Sebastian Schmider vom Vorstand für die zahlreiche Unterstützung von allen Heiligenzeller Vereinen.

Der Verein konnte sich auf zahlreiche Helfer verlassen

Jene Feuerwehrangehörigen, die am Sonntag nicht beim Festumzug der Feuerwehr in Ichenheim waren, haben ganz selbstverständlich mit angepackt. Dazu zählten vor allem auch Mitglieder der Freunde der Feuerwehr. Vom Kirchenchor, den Haus- und Gartenfreunden, von den Feuerhexen und natürlich dem Sportverein waren Helfer eingeteilt.

Viele Gäste kommen ganz besonders wegen einer kulinarischen Köstlichkeit, die sich der Musikverein mit den beiden Chefköchen Werner Herzog und Axel Reinbold als Alleinstellungsmerkmal gesichert hat. Die beiden haben 15 Kilo Leber in einen 80 Liter Topf geschnitten, einen Eimer Zwiebeln dazu und natürlich mindestens fünf Liter besten Rotwein zum Schwimmen der Leber hinzu gefüllt. Sie verbrachten den Samstagabend in Axel Reinbolds Küche und kochten einen Leckerbissen, der seit vielen Jahren zur Leibspeise von mehr als 100 Gästen gehört. Hinzu kommen Brägele, die allerdings in diesem Jahr schon um 12 Uhr ausverkauft waren. Aber mit Pommes oder Brot ließ sich Heiligenzells liebstes Schlösslehockgericht auch verspeisen. Die Töpfe waren am Ende des Tages geleert.

Wichtig für den Verein sind die Einnahmen aus dem Schlösslehock. Im vergangenen Jahr hat der Musikverein in eine mobile Mikrofon- und Lautsprecheranlage investiert und stellte die Notwendigkeit dieser Anschaffung am Sonntag unter Beweis. Der Schlösslehock ist neben der Bewirtung am 1. Mai an der Grundschule in Heiligenzell der wichtigste Hock des Musikvereins. Mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden allein ließe sich weder der Dirigent noch neue Instrumente bezahlen.