Mit einer Premiere startete der Musikverein „Harmonie“ – den ersten Auftritt der Jungphoniker Vöhringen-Wittershausen-Sigmarswangen-Bergfelden.
Die jungen Musiker unter der Leitung von Thomas Heizmann überzeugten nicht nur mit ihrem Können, sondern auch mit ihren modernen Titeln. „The Final Countdown“ von „Europe“, eine gut gewählte Eröffnung, führte mit „Enter Sandman“ von „Metallica“ zu mitreißenden Emotionen.
Die starke Stimme von Yasemin Heizmann ließ sehr professionell Aufregung und Euphorie in „I´m so excited“ mitfühlen. Begeisterter Applaus krönte auch „Eye of the Tiger“, dessen Rhythmus laut den beiden Moderatorinnen Anna Roth und Luise Lehmann „das Herz schneller schlagen lässt“. Bewegend erreichte Nino Barkmann mit seinem Solo „Ich wollte nie erwachsen sein“ (Nessaja aus Tabaluga) in der Zugabe die Besucher.
Parkspaziergang in London
Für den erfolgreichen D1-Abschluss erhielten Luca Geiser, Nino Barkmann, Emely Stocker und Jonas Hütter ihre Urkunden.
Viel Applaus erntete auch der Musikverein Harthausen unter der Leitung von Felix Langhammer. Die Zuhörer wurden auf einen Spaziergang durch den „Queen´s Park“ von London mitgenommen und durften eintauchen in die faszinierende Welt des großen Genies Leonardo da Vinci. Musikalisch erlebte man die Entstehung eines Kunstwerks von der zarten Idee über die tatkräftige Ausführung, auch von Zweifeln geplagt, bis zur zufriedenen Fertigstellung des Kunstwerks.
„Bilderbuch der Töne“
Ein internationales Medley „Coldplay Classics“ leitete über zur heiteren „Archivisten Polka“, alles klatschte spontan mit, bevor die Musiker nach dem „Veteranenmarsch“ die Bühne verließen. Die Moderation lag bei Dorothea Haaga.
„Ein Bilderbuch, gemalt mit Tönen“, könnte man als Titel über den Konzertteil der Gastgeber setzen. Mit „Scarecrow and Mrs. King“ von Arthur Rubinstein befanden sich die Zuhörer mitten in einer Agentenaction. Flott, rasant und mit viel Konzentration gespielt, wurde das Highlight der Kultszene der 80er-Jahre wieder präsent. Dirigent Andreas Welle führte von einem Höhepunkt zum andern.
Mit Pauken und Trompeten
Die musikalische Bergtour „Mountain of History“ von Markus Götz als Gegenstück nahm die ganze Halle mit auf eine beeindruckende, mitreißende Expedition rund um den Hohenasperg. Moderatorin Diana Stierle hatte das Bild des Rucksacks gewählt, aus dem das Orchester die vier Teile Fanfare-Tanz aus alten Zeiten – Aria und Finale – auspackten.
Begonnen mit zarten Flötentönen, einsetzenden Klarinetten und kräftigen Trompeten erlebte man bewegende, getragene Passagen, durchblitzende Volksliedmomente „Die Gedanken sind frei“ untermalt von Paukenschlägen, Tanzepisoden bis zum grandiosen Finale. Reicher Zwischenbeifall belohnte die Meisterleistung.
Zahlreiche Ehrungen
Eine neue Seite im Programm ließ mit „I am the Doctor“ von Muray Gold, der Titelmelodie für den Elften Doktor aus der Fernsehserie „Doctor Who“ wieder ein Welthit erklingen. Gänsehautfeeling erzeugten die Tonkünstler mit ihrer Filmmusik „Hummel gets the Rockets“. Mit Hernando´s Hideaway breiteten die Instrumentalisten ein monumentales Tongemälde aus. Cha-Cha und Tangorhythmen endeten in einem lautstarken vielstimmigen „Ole´“! Tosender Beifall bescherte noch eine temperamentvolle Polka und das traditionelle Weihnachtslied.
Im Rahmen des Konzerts wurden Jürgen Buob und Michael Blocher von Otto Warmbrunn, dem Ehrenvorsitzenden des Blasmusikverbands, für 50 Jahre Treue zum Verein mit der Platinnadel ausgezeichnet.
Rainer Maier und Holger Schühle wurden nach 35 Jahren passiver Vereinstreue von Vorstand Tim Geiser zu passiven Ehrenmitgliedern ernannt. Martin Sackmann konnte Tim Geiser nach 25 Jahren aktiver Vereinszugehörigkeit zum aktiven Ehrenmitglied ernennen.