Nicht nur musikalische Leckerbissen sind geboten. Denn neben der „Forelle“ von Schubert sorgen auch zahlreiche Vesperkörbchen für gute Stimmung.
Der grüne Salon, das idyllisch am Waldrand gelegene, von hohen Tannen umsäumte Rondell, verwandelte sich am Wochenende zum 2. Mal zu einem sehr gut besuchten Freiluft-Konzertsaal mit Wohlfühlcharakter.
Darin konzertierten ab 20 Uhr Pianist Giomar Sthel und Bariton Guido Weber. Schon um 18 Uhr strömten die Besucher mit ihrem Handgepäck. Jeder sicherte sich sein Plätzchen.
Lampions sorgen für Atmosphäre
Decken wurden ausgebreitet, Stühle und Tische aufgestellt, manchmal noch liebevoll dekoriert mit Blume und Kerzen. Das vorbestellte Vesperkörbchen ließ auch keine kulinarischen Wünsche offen. Eine heitere Stimmung lag über dem Raum, die alle Generationen umfasste.
Mit Beginn der Dämmerung erstrahlte ein Lampionsaum und viele Lichterketten verbreiteten eine heimelige Atmosphäre. Andrea Kopp, Ideengeberin der Veranstaltung, zeigte sich in ihrer Begrüßung stolz auf die beiden Ausnahmekünstler des Ortes.
Zauberhaftes Lächeln
In lockerer Form boten Stehl und Weber musikalische Leckerbissen zum Träumen, Hingeben und Genießen an. Ob Musical, Chanson, Filmmelodie, Volkslieder von C.F. Zelter und von Mozart – Weber wusste die Aussagen mit seinem warmen Bariton so treffend zu interpretieren, dass man sich angesprochen fühlte.
Immer wieder zauberten sie ein Lächeln in die Mienen, besonders bei der humorvollen „Warnung“ vor den naschenden Männern „Sperrt die Zuckerplätzchen ein“ (Mozart). Mit zwei Stücken aus dem Waldszenen Opus 82 von R. Schumann servierte Stehl einen kleinen Teil von dessen besten Kompositionen. „Der Vogel als Prophet“, geheimnisvoll anmutend, gilt als der Höhepunkt des neunteiligen Zyklusses.
Zugaben aus der Natur
Herzzerreißend konnte man den „Abschied“ empfinden. „Die Rinnsteinprinzessin“ zeigte die andere Art auf, den Abend verbringen zu müssen. Temperamentvoll und leidenschaftlich gestaltete sich der zweite Teil nach der Pause.
Capriziös und akzentuiert bewegten sich die Meisterhände von Sthel über die Tasten des Flügels bei Instrumentalstücken wie einem brasilianischen Tango oder auch bei militärisch anmutenden Liedbegleitungen.
Insgesamt wurden elf Komponisten mit 26 Stücken erlebt. Mit der „ Forelle“ und „ Das Veilchen“ erklatschten sich die begeisterten Besucher noch zwei Zugaben. Veranstalter war die Gemeinde Vöhringen. Für die Organisation und Bewirtung war der Ortsverband der CDU zuständig.