Für die Mitglieder des Harmonika-Orchesters Ostelsheim stehen im April musikalisch intensive Tage an. Foto: Harmonika Orchester

Der April ist für das Harmonika-Orchester der Jubiläumsmonat: An drei Tagen wird einiges geboten. Schon am Samstag, 6. April, heißt es „O’heim rockt“.

Das Harmonika-Orchester Ostelsheim (HOO) ist ein feierfreudiger Verein: Das hat er bei früheren runden Geburtstagen bewiesen. Der 70. war ein großes Fest. Damals konnten noch drei Gründungsmitglieder mitfeiern, das wollte das HOO ausnutzen. Zum 75-jährigen Bestehen – einem echten Jubiläum also – darf das natürlich nicht anders sein. Für Rainer Sixt, Dirigent und Organisator, bedeutet das viel Arbeit, aber auch Vorfreude. Denn ganz Ostelsheim feiert mit.

 

Geschichte Das Orchester war im September 1949 gegründet worden: von zwölf (damals) jungen Herren, wie es auf der Internetseite des Orchesters heißt. Der Verein zeichnet seine Geschichte dort ausführlich nach.

In den ersten Jahren erlebte das Harmonika-Orchester gleich erfolgreiche Zeiten – etwa mit dem Prädikat „hervorragend“ bei einem Wertungsspiel in Hülben oder der Teilnahme an den Deutschen Akkordeon-Meisterschaften in Heidelberg. Auch eine jahrzehntelang aktive Theatergruppe entstand.

Band und Jugend-Ensemble gehören dazu

Anfang der 1980er-Jahre erlebte der Verein magere Zeiten mit nur wenigen Musikern. Inzwischen sieht das wieder anders aus: Neben dem „1. Orchester“ gibt es die Ostelsheimer Stubenmusik und ein Jugend-Ensemble. Außerdem die Band „Kuglfuhr“. Die spielt auch eine wichtige Rolle bei den Feiern zum 75.

Veranstaltungen Das HOO hat den April zum Jubiläumsmonat auserkoren. Drei Termine stehen dabei im Festkalender: Am Samstag, 6. April, heißt es „O’heim rockt“. Dann findet in der Festhalle ein Rock-Konzert mit „Kuglfuhr“ statt. Los geht’s um 19 Uhr. Einlass ist bereits eine Stunde früher, der Bierkönig Althengstett bewirtet. Doch Rainer Sixt weiß: „Das ist im Prinzip schon ausverkauft.“ An der Abendkasse werde es aber noch einige Tickets geben. Diese kosten zwölf Euro.

Bei einem Fest-Gottesdienst am Sonntag, 14. April, erklingen dann auch die Akkordeons: Stubenmusik, Orchester und Posaunenchor, den Rainer Sixt ebenfalls leitet, begleiten den evangelischen Gottesdienst in der Kirche mit. Ein kurzes Konzert samt Stehempfang schließen sich an.

Abend der Vereine Mit dem Ostelsheimer Abend am Samstag, 20. April, ab 19.30 Uhr findet das Jubiläum dann seinen Höhepunkt. An dem bunten Abend wirken alle Vereine und zahlreiche Gruppierungen aus dem Ort mit. Darunter etwa Gesangverein, Kirchengemeinde, Kindergarten, Posaunenchor und Feuerwehr. Jeder hat sechs bis acht Minuten Zeit für seine Darbietung. „Das muss kein musikalischer Beitrag sein“, erklärt Sixt. Er rechnet mit an die 200 Mitwirkenden.

Barbetrieb bietet Möglichkeit zur Begegnung

Zum 60-jährigen Bestehen habe das HOO schon einmal solch einen Abend veranstaltet. „Da haben wir ein paar schöne Überraschungen erlebt.“ Sixt erinnert sich beispielsweise an ein Männerballett des Vereins „Nautheim ’04“. Das sei optisch ein Hingucker gewesen und „hat für viele Lacher gesorgt“. Außerdem mit dabei ist Gustav Schmid: Er ist Mitte 80 und das letzte noch lebende HOO-Gründungsmitglied.

Die Besucher des Ostelsheimer Abends können sich also auf einige Überraschungen freuen. Die teilnehmenden Vereine stellen nicht nur „gemeinsam etwas auf die Beine“, wie es Rainer Sixt formuliert, sondern erhalten so die Gelegenheit, sich zu präsentieren – gerade auch Neu-Ostelsheimern. Hinterher, nach dem Finale mit „Kuglfuhr“, bietet der Barbetrieb dann noch eine gute Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Bis es so weit ist hat Rainer Sixt aber noch viel zu tun. Gleichzeitig blickt er mit Vorfreude aufs Jubiläum. „Natürlich.“

Weitere Infos zum Jubiläum und zum Verein gibt es unter www.ho-ostelsheim.de.