Das außergewöhnliche Oratorium „ADAM – Die Suche nach dem Menschen“ sorgte mit Musik, Gesang und Tanz für ein mitreißenden Erlebnis und eine volle Kirche in Dornhan.
Das Oratorium spannte einen Bogen von der Erschaffung von Adam und Eva als Gottes Ebenbild, als seine geliebten Kinder, versehen mit dem Auftrag, verantwortungsvoll die Schöpfung zu bewahren, bis hin zu Jesus als dem Retter und Wegweiser.
Gespräche eines Abiturienten mit seinem Lehrer und mit anderen Jugendlichen aus dem Chor bildeten den Rahmen. Die typischen Äußerungen und Hinterfragungen eines Jugendlichen erfuhren eine Antwort durch entsprechende Bibelstellen, beginnend mit Genesis 1.
Aufrüttelnde Lieder
Musik und Lieder reflektierten den Rahmen und gingen tiefer auf ihn ein. Feines Violin- und Gesangssolo, das sich im Orchester und im Chor fortpflanzte, begleitet durch Paukenschläge, wies auf die zukünftige fragwürdige Inbesitznahme der Erde hin.
Schnell führte das Gespräch zu den Grundfragen des Lebens: Was kann ich wissen, darf ich hoffen, kann ich tun? Wer ist der Mensch? Aufgegriffen in den aufrüttelnden Liedern, sehr akzentuiert vorgetragen, wird man sich der negativen Veränderung des Menschen bewusst. Wo ist der Mensch, den Gott schuf? Wo bleibt das Gottvertrauen?
Der närrische Franz von Assisi
Kriege, die im Namen Gottes geführt werden, wurden thematisiert mit dem eindringlichen Appell: „Kein Gott gibt die Berechtigung dazu, wehret den Anfängen.“ Wie kann die Welt besser werden – soll ich da noch Vater werden? sprach bestimmt vielen aus dem Herzen.
Sehr bewegend von sechs Sängerinnen vorgetragen, erreichten die Bitten um Erbarmen die ergriffenen Zuhörer. Franz von Assisi als Beispiel für Umkehr wurde von begeisterten Sängern zusammen mit starken Blechbläsern und Schlagzeug wunderbar interpretiert, ebenso seine Darstellung als „Narr“, die allgemeine Meinung wiedergebend.
Gottes Stimme ist zu hören
„Sonne und Mond“, sechs Tänzerinnen verkündeten anmutig die frohe Botschaft, dass alle Menschen gleich sind. Basierend auf der Bergpredigt, legte „Heilig ist der Mensch“ einen eindringlichen Klangteppich als einen richtigen Höhepunkt über den Sakralraum.
„Auge um Auge gilt nicht“ wurde a capella gesungen und von den Kindern bis zu den reifen Sängern mitgelebt. Viele Solostellen vernahm man als Gottes Stimme. Die Botschaften hatten die Besucher erreicht und Denkanstöße vermittelt.
Mitreißende Musik
Ein packendes „Wann hast du endlich genug?“ leitete über zur Pause. Die Sehnsucht nach einer besseren Welt, Zuversicht, nie mehr Hass im Herzen, die Hinwendung zu Gott, die aufgehende Saat der Liebe und tiefempfundener Dank bestimmten den zweiten Teil.
Mitreißende Musik, in vielfältiger Besetzung, mit Elementen aus Pop, Gospel und Spiritual unterstrich lautmalerisch die Textaussagen der 20 Lieder. Und die wurden von den Vokalisten spürbar mitgelebt. Stehender langer Applaus durften alle als Lohn für eine hervorragende Leistung entgegen nehmen.
Orchester und Chöre
Und das waren eine ganz schöne Menge an Leuten: Mitwirkende aus dem Orchester waren Christine Haueisen (erste Violine), Michelle Schumann (zweite Violine), Sara Matheas (Viola), Amelie Schneider (Violoncello) ,Stephanie Schwarz (Oboe), Svea Baron (Saxofon), Marco Podewils (Trompete), Ida Lensch (Posaune), David Gamerdinger (Gitarre), Thomas Schneider (Klavier), Valentin Schneider (E-Bass) und Alexander Rothenhäusler (Schlagzeug).
Auch die Chöre waren gut vertreten – und zwar die KreuZungen Dornhan (unter der Leitung von Sebastian Lebeau), KreuZungen Kids (Amelie Knöpfle und Rebecca Lebeau, Salome Lebeau), Bunte Steine der Seelsorgeeinheit Haigerloch (Christine Haueisen), und die Chorgruppe der Grundschule Hopfau (Michaela Lebeau)
Solisten, Tanz und Technik
Als Solisten traten Tamara Bielecki, Emma Habenstein, Amelie Knöpfle, Rebecca Lebeau, Salome Lebeau und Fabienne Vollmer auf.
Der Abiturient war Michael Bertsche, die Gesamtleitung oblag Sebastian Lebeau.
Die Tanz-AG des Gymnasiums am Rosenberg wurde von Amely Oppold und Julia Wilfurth geleitet, die Tontechnik der Kirchengemeinde von Bernd Knöpfle und David Knöpfle betreut. Das Technik- Team des Gymnasiums bestand aus Lara Walter und Lukas Armbruster.