Die Trachtenkapelle Oberwolfach mit Dirigent Christian Pöndl hat vor der Festhalle ihr Weihnachtskonzert gespielt. Quelle: Unbekannt

Mit dem Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" hat die Trachtenkapelle Oberwolfach ihr Weihnachtskonzert begonnen. Damit haben die Musiker den Abend der Geburt Christi und die Bescherung für die Kinder eingeleitet.

"Christ­mas Serenade und Songs" zusammen mit anderen amerikanischen Weisen haben das Weihnachtskonzert der Trachtenkapelle Oberwolfach unter dem großen Lichterbaum auf dem Platz vor der Festhalle dominiert.

Fenster der Gasthäuser leuchten im Hintergrund

Im Hintergrund leuchteten hinter dem blätterlosen Geäst der nahezu 300-jährigen Dorflinde die Fenster der Gasthäuser Zur Linde und Zum Posthörnle. Angestrahlt bis hinauf zum Giebel mit dem vergoldeten Wetterhahn und dem schwungvoll verzierten Kreuz an der Nordseite, reckte sich der majestätisch aufragende Turm der Dorfkirche Sankt Bartholomäus gen Himmel. Hier luden die aus dem Kirchenschiff heraus erleuchteten Fenster zur Christmette ein, zu der sich die Besucher einfanden, um sich registrieren zu lassen.

Das herbeirufende Geläut setzte dann gegen 18 Uhr ein, als das Konzert der Musiker mit "Stille Nacht, heilige Nacht" in den Abend der Geburt Christi und die Bescherung für die erwartungsvollen Kinder überleitete. Dirigent Christian Pöndl hatte immerhin mit etwa der Hälfte der TKO-Stammbesetzung und mit Beteiligung aller Register unter den gebotenen Einschränkungen das Konzert in den vergangenen Wochen vorbereiten können.

Stimmung ist trotz der Musik getrübt

Diese eingegrenzte Gruppe war es schließlich auch, die in gebotenem Abstand und in lichten Reihen mit dem weihnachtlichen Musizieren um 17 Uhr bei einsetzender Dunkelheit begonnen hat. Trotz den ermunternden flotten und rhythmisch verstärkten, mitunter oft eher unbekannten Weisen im Wechsel mit vertrauten Melodien in mehreren Weihnachtsmedleys, war die Beklemmung auch unter den verhältnismäßig wenigen Zuhörern zu spüren.

Nichts war zu sehen vom freudigen Abbrennen und funkelnden Sprühen der Wunderkerzen und dem freudigen Herumhüpfen der Kinder wie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten.

Hoffnung auf das kommende Jahr

Gegen Ende des Konzerts dankte Dirigent Christian Pöndl den Zuhörern für ihr Kommen und den Musikerinnen und Musikern für ihr Durchhalten in dieser für alle so schwierigen Zeit. Seine kurze Ansprache beinhaltete Hoffnung auf Besserung der Lage und trotz allen Unbilden frohe Weihnachten in den Familien, ehe er abschließend nochmals den Taktstock schwang.

Mit guten Wünschen und einem Ellbogenknuff verabschiedeten sich auch die in familiären Gruppen versammelten Zuhörer voneinander, ehe sie auf dem Heimweg den zur Mette Eilenden begegneten.

Missen musste man in diesem Jahr auch das aufwärmende Schnäpsle der Wirte aus der Nachbarschaft oder das Angebot eines Glühweins, das zuletzt als ermunternde Zugabe zusätzliche Feststimmung erzeugt hatte. Und auch die Feriengäste aus dem Rheinland, Belgien und den Niederlanden waren ausgeblieben, die an den feierlichen Weihnachtsabenden der vergangenen Jahre das Geschehen rund um Konzert und Lichterbaum erwartungs- und freudvoll belebt haben.

Weitere Gottesdienste in Wolfach

Auch Wolfach hat die Weihnacht gefeiert – in den Gottesdiensten teils mit musikalischer Untermalung. Neben Krippenfeiern in der Katholischen Seelsorgeeinheit an Wolf und Kinzig begannen die kirchlichen Gottesdienste in St. Laurentius Wolfach und St. Roman mit einer Christmette, an den Weihnachtsfeiertagen folgten Hochämter, und Heilige Messen. Auch die Gläubigen der Evangelischen Schwesterngemeinde nahmen im Besuch der Gottesdienste in der Kirnbacher Gemeindehalle regen Anteil am Weihnachtsfest.