Das Albeck-Gymnasium feiert eine fulminante Musical-Neuauflage nach der gefeierten Premiere. Und das Projekt der Sulzer Schule begeistert nicht nur das Publikum.
Mit einer ebenso eleganten wie energiegeladenen Vorstellung präsentierten der Chor der Literatur- und Theaterkurs des Albeck-Gymnasiums die zweite Aufführung ihres Schulmusicals „The Great Gatsby“. Die Premiere im Frühsommer hatte bereits für Begeisterung gesorgt – und auch diesmal zeigte sich: Der „Gatsby“-Zauber wirkt ansteckend.
Schon beim Betreten der Aula fühlte man sich mitten in die schillernde Welt der Roaring Twenties versetzt. Goldene Akzente, opulente Deko und ein detailreich gestaltetes Bühnenbild ließen das Gefühl aufkommen, Jay Gatsby selbst könnte jeden Moment durchs Publikum stolzieren. Für Regie und die beeindruckende Kulisse war das Team aus Angjelina Berisha und Mia Haueisen verantwortlich, das die Aula kurzerhand in eine stilvolle Jazz-Age-Szenerie verwandelte.
Unter der Gesamtleitung von Annette Blaas entstand ein Abend, der zeigte, wie professionell schulische Projektarbeit wirken kann, wenn Herzblut und Engagement zusammenkommen. Die Schüler hatten über fast das gesamte vergangene Schuljahr hinweg geprobt – und diese Ausdauer zahlte sich sichtbar aus.
Die Darsteller überzeugten mit großer Eigeninitiative, charakterstarken Rolleninterpretationen und emotionalen Soli sowie Duetten, die das Publikum spürbar berührten. Der Chor setzte mit schillernden Tuttimomenten zusätzliche Glanzlichter.
Ein besonderes „i“-Tüpfelchen war der Musicaltag des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), bei dem die Schüler mit professionellen Musicaldarstellern zusammenarbeiten konnten. Dieser „Gatsby-Boost“ war deutlich spürbar: souveräne Stimmen, sichere Schritte, glänzende Augen.
So wurde die zweite Aufführung von „The Great Gatsby“ zu einem Abend, der nicht nur musikalisch und darstellerisch begeisterte, sondern auch bewies, wie viel Kreativität und Leidenschaft in schulischen Projekten steckt. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus – und vielleicht auch mit dem heimlichen Wunsch, noch ein wenig länger in den funkelnden Zwanzigern zu verweilen.