Der Chor beim Jubiläums-Musical „Treffpunkt Brunnen“. Foto: Stadler

Zum dritten Mal war Adonia mit einem Musical Gast in der Nagolder Stadthalle. Zum 25-jährigen Bestehen wurde ein Bibelmusical nach Johannes 4 gezeigt.

Für „Treffpunkt: Brunnen – Jesus und die Frau aus Samarien“ wurde den teilnehmenden Jugendlichen wieder einiges zugetraut. Eine Betreuerin sprach in einer gut besuchten Halle davon, dass sich die auftretende Gruppe in dieser Zusammensetzung erstmals am Sonntag zuvor kennenlernten.

 

Drei Probetage und vier Konzerte fanden statt, während in den zwei Monaten vorher zuhause mit Übungsmaterial die zwölf ausdrucksstarken Songs geübt und die Texte dazu auswendig gelernt wurden.

So entstand die moderne Inszenierung einer biblischen Geschichte als neues Musical, das im Jahr 2026 insgesamt nach 79 Musicalcamps deutschlandweit an 259 Konzertorten von Zwölf- bis 19-Jährigen auf Bühnen gebracht wird.

Der Auftritt in der Nagolder Stadthalle war das vierte von vier Konzerten in dieser Woche und ein mehr als gelungener und tief beeindruckender Abschluss.

Die Story wechselte zwischen der Aktualität, dem Spielort Schule mit der dortigen Toilette und der biblischen Zeit. Jesus und drei seiner Jünger machten sich trotz Hitze auf einen Umweg über Samarien, dabei predigte der Zimmermann vor den Massen.

Ausdrucksstarke Lieder die berühren

Neben der Verachtung und Ausgrenzung sang der Chor ausdrucksstarke Lieder, die sofort ins Ohr gingen und die Herzen berührten. Die Texte dazu und vieles mehr rund um Adonia in Karlsruhe, Musical, Entwicklung und Zukunftspläne konnten im eigens zum Jubiläum als Sonderedition erschienenen und durch Spenden ermöglichten Tour-Magazin mitverfolgt und nachgelesen werden.

Adonia finanziert sich je zur Hälfte aus den Campbeiträgen der Teilnehmer und den restlichen 50 Prozent aus Spenden. Adonia arbeitet mit 28 Hauptamtlichen, die sich an der Karlsruher Basis für die Camp-Organisation, Musik-Produktion, Programm-Ausarbeitung, Logistik und Tourneeplanung tagtäglich einsetzen.

Zusammen mit 1260 Ehrenamtlichen ermöglichen sie die Camps durch ihre leidenschaftliche Mitarbeit. Allein in 2026 verbringen 5290 Kinder und Jugendliche eine Woche in den Frühjahrs- oder Herbstferien in einem Adonia-Musicalcamp.

Begeisterung ist spürbar

Alleine im vergangenen Jahr besuchten 126 000 begeisterte Menschen ein Adonia-Konzert. Die Begeisterung war auch in Nagold vom ersten Augenblick an spürbar. In drei kleineren Gruppen liefen die Teilnehmer singend und klatschend in die Halle ein. Chor und Soloauftritte wechselten sich ab, dazwischen spielte die Live-Band.

Gezeigt wurde eine unerwartete Begegnung einer samaritanischen Frau an einem Brunnen. Hier begegnete sie Jesus, der sich als Messias zu erkennen gibt. Seinen unendlichen Quell der Liebe, der nie versiegt, spürte sie dort und trägt ihn in die heutige Zeit.

Dabei lassen lustige Dialoge mit dem badisch sprechenden Hausmeister der Schule auch den Humor nicht zu kurz kommen.

Glänzendes Herz für den Retter

Zum Schluss wird für den Retter der Welt ein großes glänzendes Herz aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt. Aufbrandender und verdienter langanhaltender Applaus, Gejohle und Standing Ovations gab es zum Ausklang des Musicals. Diesem ging viel Herzblut, Gottvertrauen, Glaube und Gebet voraus, so eine hauptamtliche Betreuerin von Adonia.

Der Chor verabschiedete sich mit einem Medley und dem Song „Unser Land“, wonach neuer Glaube, neue Gewissheit und neue Liebe gebraucht werde von einem Konzertabend voll grenzenloser Hoffnung und radikaler Veränderung.

Mehr Infos, auch zum Teilnehmen und Mitmachen gibt es im Internet unter www.adonia.de.