Dirigentin Uta Borho und die Musiker des HHO begeisterten die Besucher mit ihren Musicalstücken. Foto: Fehrenbacher

Ganz im Zeichen des Musicals stand das Konzert des Handharmonikaorchesters (HHO).

In Ihrer Begrüßung bekundete die Vorsitzende Vanessa Zanker ihre Freude, vor einer voll besetzten Halle spielen zu dürfen. Auch das „Trio Musicando“, welches für das Konzert gewonnen werden konnte, sei ein großer Gewinn.

 

Ziel sei es, die Gäste mit der Vielfalt der Musik aus der Musicalwelt zu begeistern und die Faszination dieser Art von Musik auf dem Akkordeon zu zeigen.

Den Auftakt machte das HHO unter der Leitung von Dirigentin Uta Borho mit „The Phantom of the Opera“ aus dem weltberühmten Musical von Andrew Lloyd Webber, welches von einem geheimnisvollen Phantom erzählt, das verborgen in den Katakomben der Oper liegt. Zusätzlich zur beeindruckenden Musik kam ein Abriss der Geschichte der Musicals nicht zu kurz, welchen Vanessa Zanker näherbrachte.

Züge duellieren sich

Einen der emotionalen Höhepunkte aus „Der Glöckner von Notre Dame“ bot das Orchester mit „God help the outcasts“ dar. „Berührende Melodien mit einem ruhigen, getragenen Charakter und voller Gefühl laden beim Stück zum Innehalten ein“, so Zanker.

Rasanter wurde es mit Melodien aus „Starlight Express“, in dessen Geschichte ein Junge von einer Welt mit lebendigen Zügen träumt, welche sich duellieren. Dieses Stück war der Abschluss des ersten Konzertteils, bevor das „Trio Musicando“ mit Ute Haas-Woelke, Sabrina Michelfeit und Claudia Habermann die Bühne betrat. Ihr Auftritt bestand ebenfalls aus Musicalmelodien, jedoch speziell aus der kammermusikalischen Perspektive.

Das Trio sorgte für die kammermusikalischen Elemente. Foto: Fehrenbacher

Den Auftakt machte das Trio mit „Think of me“ aus „Phantom der Oper“. Mit zwei Stücken („Tonight“ und „Somewhere“) nahmen sie das Publikum in die Straßen New Yorks, wo in „West Side Story“ von Leonard Bernstein die Bandenrivalität zwischen „Jets“ und „Sharks“ eine zentrale Rolle spielt. Im Mittelpunkt stand die tragische Liebesgeschichte zwischen Tony und Maria.

Trio begeistert restlos

Deutschsprachig ging es mit „Ich hätt‘ getanzt heut Nacht“ aus „My Fair Lady“ weiter, bevor in „On my own“ aus „Les Misérables“ Revolution, Hoffnung und Schicksale aus dem Frankreich des 19. Jahrhunderts verkörpert wurden.

Den Abschluss machte das Trio mit „Summer Nights“ aus „Grease“. Völlig begeistert zeigte sich das Publikum sowohl von den einzelnen Stücken als auch zum Ende des Programmteils, so dass es dem „Trio Musicando“ eine Zugabe entlocken konnte.

Zum dritten Teil nahm das HHO auf der Bühne Platz. Eines der schönsten Liebeslieder, welches Menschen berührt und Romantik, Wärme und Hoffnung geschenkt hat, kündigte Vanessa Zanker mit „Can you feel the love tonight?“ an.

Geheimnisvolle Figur

Mit einer der geheimnisvollsten Figuren ging es weiter. Eine gefährliche Katze, welche schlau und immer einen Schritt voraus ist, findet sich in „Macavity“ aus „Cats“. Die ruhigen Klänge von „Nessaja“ aus „Tabaluga“ brachte das Orchester zum Abschluss mit. Das Publikum zeigte sich begeistert von der Leistung und belohnte mit furiosem Applaus.

Vanessa Zanker führte durch den Abend. Foto: Fehrenbacher

Vanessa Zanker ergriff zum Abschluss erneut das Wort: „Ich freue mich richtig, dass wir ein derart begeistertes Publikum haben“. Einen besonderen Dank richtete sie an Uta Borho, deren Engagement, Ideen und Herzblut dieses Konzert erst möglich gemacht hätten. Zudem dankte sie den Helfern im Hintergrund, unter anderem dem Geflügelzuchtverein, welcher für das leibliche Wohl sorgte. Mit zwei Zugaben verabschiedete sich das Orchester vom Publikum.