Der Nikolaus brachte den vielen kleinen Besuchern der Beihinger Museumsweihnacht eine kleine Überraschung mit. Foto: Brenner

Zauberhafte Stimmung herrschte auf dem Adventsmarkt rund ums Beihinger Heimatmuseum.

Die Museumsweihnacht des Heimat- und Geschichtsvereins Beihingen ist immer ein Highlight in der Adventszeit – der Duft von Crêpes, Punsch und Feuerzangenbowle und von gebackenen Waffeln liegt in der Luft, die Klänge der Bläser erfreuen all jene, die Weihnachtslieder lieben und sich daran erfreuen. Lichterketten an einigen Ständen verbreiten eine zauberhafte, vorweihnachtliche Atmosphäre, und „stimmungsvoll“ trifft wohl am ehesten ins Schwarze, wenn es um Beschreibungen des Adventsmarktes und der Museumsweihnacht geht.

 

Bereits beim Eröffnungsgottesdienst in der Kirche begegnen sich die Menschen, derweil es an den schön dekorierten Ständen bereits erste Warteschlangen gibt. Besonders beliebt ist die Dosenwurst eines Metzgers – sogar Eisbein in Aspik oder Hausmacher Leberwurst gibt’s da – und die Leute reißen ihm die leckere Wurstware förmlich aus den Händen.

Bereits im September geht ein Ehepaar aus Beihingen mit seinen zauberhaften Produkten in Produktion: Sie näht abends nach Feierabend und besitzt eine Nähmaschine, die auch Wörter und Buchstaben sticken kann – automatisch. So entstehen in mühevoller Näh- und Stickarbeit Stoffsäckchen, etwa für Weihnachtsgeschenke, verziert mit Nikoläuschen, Engeln oder anderen weihnachtlichen Motiven.

Fast alles ist selbst gemacht

Fast alles auf dem Adventsmarkt der Museumsweihnacht ist selbst gemacht: Angefangen beim liebevoll geschmückten Entrée – ein schön gestaltetes Plakat ist mit Tannenzweigen und roten Christbaumkugeln umrahmt. Am Stand des Seniorenzentrums Emmaus werden Schupfnudeln und Kuchen verkauft . Letzterer ist schnell weg – da sehr begehrt.

Der Kindergarten backt Waffeln, und auch dort herrscht dank zusätzlichen Punschverkaufs Hochbetrieb. Der Freizeitsportclub aus der „Desch Beiz“ bietet selbst gemachte Feuerzangenbowle nach streng geheimem Rezept an, außerdem heiße hochprozentige Getränke. „Wir sind ein Fleckenfeschtverein“, sind sich Luisa Schroth, Andreas Rotheneder, Patrick Huss und Luca Wolf einig. Und: Das mit der tollen Feuerzangenbowle spricht sich auf dem Adventsmarkt schnell herum – die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert.

Rose Claus und Richard Claus drechseln. Fast ganz am Ende des Marktes fallen die schönen Schwibbögen ins Auge. Diese bestehen aus zwei kunstvoll gefertigten Bögen aus Holz, in der Mitte verläuft entweder eine Lichterkette und illuminiert gerade am Abend das Fenster, oder man stellt eben Kerzen auf.

Selbstgeschnitztes für zwei Euro

In einer Kiste liegt Selbstgeschnitztes – hölzerne Schneemänner, koloriert und mit Schal und Pudelmützchen versehen, Holzsterne, Engel oder Eulen. Jeder Artikel aus der Kiste kostet gerade einmal zwei Euro – daher ist sie schnell leer.

Aus altem Parkettboden wurde mit etwas Geschick eine winterliche Landschaft, und auch alte Scheunenbretter werden zu etwas Dekorativem umgearbeitet.

Upcycling ist auch an anderen Ständen Trend – doch die uralten, über 200 Jahre alten Scheunenbretter aus Oberschwandorf verleihen den selbst gefertigten Objekten einen fast schon antiken Touch.