Leser Patrick Luetzelschwab aus Weil am Rhein findet, dass die Schließung des Museums in Efringen-Kirchen ein bedrückendes Signal sendet.
Die Nachricht von der Schließung des Museums Alte Schule in Efringen-Kirchen beschäftigt mich sehr. Dieser Beschluss schmerzt.
Nicht nur als Bürger dieser Region, sondern auch ganz persönlich. Als Künstler und Kurator, der hier lebt und arbeitet, tut es weh, einen Ort aufzugeben, der über Jahrzehnte hinweg Raum für Erinnerung, Austausch und Identität geboten hat.
Das Museum Alte Schule war 33 Jahre lang weit mehr als ein Gebäude. Es war ein lebendiger Treffpunkt, ein Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Kunst und Geschichte.
Die bereits eingegangenen Leserbriefe zum Erhalt des Museums zeigen deutlich, wie groß die Verbundenheit vieler Bürgerinnen und Bürger mit diesem Ort ist. Sie sind ein starkes Signal dafür, welchen Stellenwert das Museum für die Region hat und wie sehr sein Fortbestand den Menschen am Herzen liegt.
Denn Kultur entsteht nicht aus Zahlen, sondern aus Menschen, ihren Geschichten und ihrem Engagement. Sie lässt sich nicht allein in Haushaltsplänen messen.
Wenn solche Orte verschwinden, verlieren wir mehr als Ausstellungsräume. Wir verlieren ein Stück von uns selbst. Und gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels brauchen wir Orte, die verbinden, die zum Nachdenken anregen und die lokale Identität stärken.
Die Schließung dieses Museums sendet ein bedrückendes Signal und wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Kultur und kulturelles Gedächtnis künftig noch haben sollen. Ich hoffe sehr, dass diese Entscheidung noch einmal überdacht wird.
Im Interesse der Gemeinde, der Region und all jener, die Kultur nicht als Luxus, sondern als unverzichtbaren Teil unseres Zusammenlebens begreifen. Vielen Dank!
Patrick Luetzelschwab, Weil am RheinSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.