Parallel zum Weihnachtsmarkt wurde die Sonderausstellung „Weihnachtskrippen“ im Meßstetter Museum für Volkskunst eröffnet. Aus nächster Nähe werden die Liebe zur Handwerkskunst sichtbar – und der Wissensschatz von Museumsleiterin Klara Stingel.
Begleitend zum Meßstetter Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende hat Bürgermeister Frank Schroft im Museum für Volkskunst die Sonderausstellung Weihnachtskrippen eröffnet.
Neben Museumsleiterin Klara Stingel und ihrer Vorgängerin Hildegard Schade begrüßte er auch die Leihgeber Jutta und Albert Mauz, Emma und Gerhard Schwaibold, Ursula und Rolf Haug, Roswita und Heinz Rösch, Paula Sauter und Ewald Ginter, die eine solche Ausstellung erst ermöglicht hätten.
Klara Stingel schlägt im Meßstetter Museum ein neues Kapitel auf
Mit Klara Stingel als neue Leiterin wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Sie ist leidenschaftliche Kunstliebhaberin und in der Museumslandschaft gut vernetzt. So hat sie über das notwendige Fachwissen hinaus das Gespür, um hochwertige Sonderausstellungen zusammen zu stellen und die passenden Leihgeber zu finden.
„Jede große Reise beginnt mit einem ersten Schritt“. Dieses Zitat des chinesischen Philosophen Lao-Tse nahm Stingel gerne als ihren Einstieg in die Einführung der Ausstellung auf.
In nur einem Krippenbau verbergen sich viele Ebenen
Dankbar war sie über die Hinweisgeber Salvatore Bertolino, Dieter Schuler, Gerda Barth und Ursula Ulrich, um begeisterte Krippenbauer und Sammler überhaupt zu finden. Eine verschiedenartige und auch private Unterstützung erfolgte besonders durch Hausmeister Dieter Schuler. Sein Interesse für das Thema war ein Fundament dieser Ausstellung.
Stingels Erläuterung der einzelnen Ausstellungsstücke ließ den Betrachter der Kunstwerke erst richtig die Augen öffnen. 125 Jahre alt ist das erste Exponat: Eine große orientalische Krippe schmücken handgetöpferte Figuren. Landschaftsgestaltungen mit Korkeiche, Weinrebe und Hirschheiderich zeigen, dass Krippenbau viele Ebenen hat.
Bei den alpenländischen Krippen fiel der Detailreichtum an und um die Gebäude ins Auge. Zwei neapolitanische Exponate fesseln mit filigran geschnitzten Händen und einem üppigen Faltenwurf der Gewänder. Während der Eröffnung spielte Dietmar Huber von der Jugendmusikschule Zollernalb zu weihnachtlichen Klängen auf seinem Saxofon mehrfach auf.
50 Sonderausstellungen in 30 Jahren stellte Hildegard Schade auf die Beine
Hildegard Schade leitete das Museum seit dessen Gründung im Juli 1994 und damit 30 Jahre lang. 50 Sonderausstellungen und viele Aktionstage fanden unter ihrer Regie statt. Die erste Sonderausstellung im Jahr 1997 unter dem Titel „Morgen Kinder wird´s was geben…“ zeigte Kinderspielzeug aus zwei Jahrhunderten. Es folgten weitere Ausstellungen zu den Themen Textil, Puppen, Fotografien, Gemälden und vieles mehr.