Die Förderquote ist der Gemeinde zu gering: Der Außenbereich von „Murgels Spielhaus“ in Baiersbronn wird vorerst nicht umgestaltet.
Der Außenbereich von „Murgels Spielhaus“ in Baiersbronn wird – entgegen früheren Plänen – nun erst einmal doch nicht umgestaltet. Nur zwingend notwendige Maßnahmen zur Verkehrssicherung werden umgesetzt. Einstimmig folgte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung, die Maßnahme aufgrund der nur geringen Förderquote zunächst zu verschieben.
In der September-Sitzung des Gemeinderats war die Umgestaltung des Außenbereichs von „Murgels Spielhaus“ beschlossen worden, allerdings mit dem Zusatz, die Umsetzung nur nach Erhalt der Förderquote von 65 Prozent vorzunehmen. Die Kosten wurden damals auf rund 110500 Euro netto geschätzt und ein Zuschuss in Höhe von rund 72 000 Euro wurde erwartet.
„Für uns ist es unverständlich, warum wir nur eine Förderquote von 20 Prozent bekommen sollen, bisher wurde alles über das Tourismusinfrastrukturprogramm gefördert“, erklärte Bürgermeister Michael Ruf jetzt. Trotz guter Argumentation gegenüber dem Regierungspräsidium werde „Murgels Spielhaus“ als wirtschaftlicher Betrieb angesehen, da Eintrittsgelder verlangt werden.
Programm überzeichnet
Daher habe das Regierungspräsidium aus Gleichbehandlungsgründen mit anderen Einrichtungen im Kreis die Förderquote nur auf 20 Prozent festgesetzt. Ob diese allerdings überhaupt bewilligt werden, da das Programm überzeichnet sei, sei ebenfalls noch unklar. „Wir schlagen nun vor, die Maßnahme zu verschieben und 2026 einen neuen Antrag zu stellen, so dass erst 2027 etwas gemacht werden kann“, sagte Ruf.
„Wir bedauern es sehr, wir müssen nun einfach nochmals abwarten und uns etwas Zeit zu verschaffen, vielleicht können wir dann zu einem späteren Zeitpunkt die Maßnahme umsetzen“, sagte Tourismusdirektorin Christina Palma Diaz. Das Projekt werde nun aufgrund der reduzierten Fördersumme und aus finanziellen Gründen erstmal nicht durchgeführt.