Fraktionschef der Grünen soll am Mittwoch Nachfolger von Murawski werden - Wahl wohl sicher.
Stuttgart - Auf ein Neues: Der Stuttgarter Grünen-Fraktionschef Werner Wölfle versucht am Mittwoch erneut, Bürgermeister zu werden. Die Wahl des 58-Jährigen gilt dieses Mal als sicher. Vor einem Jahr war der Diplomsozialarbeiter noch gescheitert, weil ihm das eigene linke Lager aus Grünen, SPD und SÖS/Linke überraschend die Gefolgschaft versagte. Isabel Fezer (FDP) wurde an seiner statt Sozialbürgermeisterin. Jetzt strebt Wölfle den Posten des Bürgermeisters für allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser an.
Unter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) und dem Ersten Bürgermeister Michael Föll (CDU/Finanzen) gibt es sechs Bürgermeisterposten, von denen die CDU zwei, die SPD zwei und FDP und Grüne je einen innehaben. Wölfle würde seinen Parteifreund Klaus-Peter Murawski ersetzen, der nach dem Regierungswechsel ins Staatsministerium ging.
Wölfle ist seit 1996 Grünen-Fraktionschef im Gemeinderat und sitzt seit 2006 im Landtag. Bei der Landtagswahl errang der Verkehrsexperte ein Direktmandat. Als sich dann die grün-rote Landesregierung bildete, war er zunächst als Verkehrsminister im Gespräch, ging aber leer aus. Der gebürtige Konstanzer ist Vater von zwei erwachsenen Kindern. Als Interessen nennt er seine Familie, Rad fahren, joggen, lesen, reisen und Türkisch sprechen.