Helmut Horn ließ das Publikum an Erlebnissen und Eindrücken vom Schweizer Jakobsweg teilhaben. Foto: Michael Buzzi

Nebelschwaden über dem See, mächtige Berge, malerische Altstädte: Eine Reise auf dem Jakobsweg durch die Schweiz erlebten die Zuschauer bei einer Multivisionsshow in Schiltach.

Zu einer Multivisionsshow von Helmut Horn hatten IG Orgel, Kirchenmusik Schiltach und der Historische Verein Schiltach/Schenkenzell eingeladen. Im Saal des Martin-Luther-Hauses begrüßte Michael Buzzi Helmut und Iris Horn sowie gut 100 Zuhörer.

 

Horn erläuterte einleitend, dass seine Frau und er den Jakobsweg durch die Schweiz in drei Teilabschnitten gewandert seien, im Sommer von Einsiedeln an den Sarner See, im nächsten Frühjahr weiter nach Fribourg und im Herbst dann nach Genf.

Die Präsentation nahm die Zuschauer mit auf den ersten Abschnitt der Pilgerreise, die durch das Alptal über den Vierwaldstätter See weiter an den Sarner See im Kanton Obwalden führte. Ab dort führte der Weg auf den „schönsten Abschnitt des Jakobsweges in der Schweiz“ war Horn überzeugt, nämlich die Strecke durch die Alpen mit vielen grandiosen Aussichten. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Jakobsweg irgendwo anders beeindruckender sein kann“, resümierte er.

Imposante Landschaftsaufnahmen

Imposante und stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen wechselten mit einfühlsamen Blicken auf die vielen liebevollen Details am Wegesrand und auf wettergegerbte alpine Häuser.

Der Weg führte vorbei am Lungerer und Brienzer See, über den Brünigpass ins Berner Oberland und auf einen Abstecher in die „Bundesstadt“ Bern. Die Etappe von Brienz nach Interlaken war wiederum gespickt mit sagenhaften Ausblicken auf die Alpenkette im Süden. „Schweizer Landschaft pur“, so Horn, „besser geht es kaum. Und einsam der Weg“.

Statt mit „Grüezi“ wird plötzlich mit „Bonjour“ gegrüßt

Kaum weniger spektakulär ging es weiter zum Thuner See. Ein Morgen in Spiez, die Nebelschwaden über dem See und die mächtigen Berge des Berner Oberlandes im Hintergrund hinterließen nachhaltige Eindrücke.

Sonne und Regen begleiteten die Wanderer, die schließlich Rüegissberg mit seiner Klosterruine erreichen, aus der Ferne grüßten die 4000er Eiger, Mönch und Jungfrau.

Vom Kanton Bern führte der Weg in den Kanton Fribourg, wo die Bevölkerung mehrheitlich französischsprachig ist. Tafers überraschte mit der Kirche St. Martin und ihrem polygonalen Glockenturm und der Jakobs- und Michaelskapelle.

An der Sprachgrenze wurde der Gruß „Grüezi“ dann plötzlich mit „Bonjour“ erwidert. Fribourg wurde 1157 von Berchtold IV. von Zähringen gegründet und hat viel Sehenswertes zu bieten.

Präsentation schwenkt in den Herbst

Die Präsentation schwenkte in den Herbst, die Wanderer waren auf dem dritten Abschnitt angekommen. Die spektakulären Alpenetappen gingen in liebliche, abwechslungsreiche Landschaften über. Eindruck hinterließ Moudon, ein hübsches Städtchen mit malerischer Oberstadt und der Kirche Saint-Etienne, ebenso am nächsten Morgen der Ort Romont mit seiner Stiftskirche.

Laubwald begleitete die Wanderer nach Lausanne am Genfer See. Am Ufer entlang wechselten herbstliche Wälder mit Weinbergen und pittoresken Dörfern. Die Strecke führte über Morges schließlich nach Genf, Sitz internationaler Organisationen und zweitgrößter Finanzplatz der Schweiz. Eine Heilige Messe in der Kirche Notre Dame bildete den Schlusspunkt der Pilgerreise.

Handverlesene Musik

Die gut zweistündige Multivisionsshow hatte Horn mit Videosequenzen ergänzt und mit handverlesener Musik unterlegt, je nach Stimmung einfühlsam und zart, aber auch imposant und mächtig. Helmut Horns Fazit: „Unendlich viele schöne Dinge hatten wir gesehen und erlebt, zusammengefasst in unserem Eintrag im Pilgerbuch: Ein Weg der neuen Einsichten, der geänderten Ansichten und der wunderschönen Aussichten.“