Katja Kiehne aus Schopfheim kritisiert die Pläne des Landratsamts zur Stabilisierung der Müllgebühren. Sie hat einen Alternativvorschlag.
Für eine flexible Lösung
Mit Interesse habe ich die Berichterstattung über die geplante Umstellung der Restmüllabfuhr auf einen vierwöchigen Rhythmus im Landkreis Lörrach verfolgt. Diese Veränderung sehe ich kritisch.
Schon heute sind die Mülltonnen in vielen Mehrfamilienhäusern knapp bemessen. Wenn der Restmüll künftig vier Wochen stehen bleiben soll, werden die Tonnen zwangsläufig häufiger überfüllt sein. Für größere oder zusätzliche Tonnen fehlt in vielen Häusern schlicht der Platz. Hinzu kommt das Hygieneproblem. Restmüll enthält häufig Windeln, Hygieneartikel oder andere stark verschmutzte Abfälle.
Wenn solche Abfälle vier Wochen gelagert werden müssen, sind Gerüche sowie Fliegen- und Madenbefall – besonders im Sommer – kaum zu vermeiden. Auch die Gefahr illegaler Müllablagerungen dürfte steigen.
Schon heute kommt es vor, dass Müll bei anderen Häusern abgestellt oder in falsche Tonnen geworfen wird, wenn die eigenen Behälter voll sind. Sinnvoller wäre aus meiner Sicht eine flexible Lösung.
Wer Kosten sparen möchte, könnte sich für eine vierwöchige Abholung entscheiden. Wer eine zweiwöchentliche Abholung benötigt, sollte diese gegen eine etwas höhere Gebühr beibehalten können. Solche Modelle gibt es bereits, etwa im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Eine pauschale Lösung wird den unterschiedlichen Wohnsituationen im Landkreis kaum gerecht.
Katja Kiehne/SchopfheimSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.