Vor dem Quartiertreff trafen sich einige Müllsammler. Foto: sc

Initiiert vom Quartiertreff Friedlingen fand eine Müllsammelaktion statt. Der Stadtteil von Weil am Rhein ist jetzt sauber.

Die Idee zu dieser Aktion entstand aus der Bürgerschaft von Friedlingen. Quartiermanagerin, Sonia Belchoucha-Held und ihre Helfer hatten alles vorbereitet. Ein Aufsteller in den verschiedensten Sprachen wies auf die Aktion hin.

 

T-Shirts für die Teilnehmer

Auf dem Tisch vor dem Quartierstreff in der Hauptstrasse 400 waren nach Größen geordnete T-Shirt mit der Aufschrift „Unser Friedlingen“ , blaue Säcke, sowie Gummihandschuhe ausgelegt. Unter dem Tisch Kartons mit Greifzangen aus Holz und Metall. Nach und nach trafen die engagierten Helfer ein, unter ihnen auch Gemeinderat Andreas Rühle. Ein jeder erhielt ein T-Shirt, das er nach Abschluss der Sammelaktion behalten durfte.

40 Helfer am Start

Gekommen waren vor allem viele Frauen mit ihren Kindern, ja, sogar die Großmütter halfen mit. „Bei der letzten Müllsammelaktion nahmen 100 Leute teil“, stellte Belchoucha-Held fest. Heute seien etwa 40 Helfer gekommen, um teilzunehmen.

Mit dieser Aktion solle Bewusstsein für eine saubere Umwelt geschaffen werden. Zudem, es gäbe einfach zu wenig Mülleimer in Friedlingen, stellte die Quartiersmanagerin fest. Dabei wies sie auf einen randvoll gefüllten blauen Müllsack hin, den ein Anwohner in Eigeninitiative an einem Zaun angebracht hat.

Ukrainerin mit Kind beim Sammeln

Nach einer kurzen Einweisung machten sich die Sammler auf den Weg. Besonders die Kinder sammelten eifrig und begeistert mit. In kurzer Zeit waren die verschiedenen Säcke bereits halb voll. Besonders viele Zigarettenkippen waren aufzulesen. Eine Mutter, die mit ihren zwei Kindern ebenfalls im Einsatz war erklärte, sie stamme aus der Ukraine und wolle gemeinsam mit ihren Kindern für Sauberkeit sorgen. Aus Syrien stammte eine weitere Mutter. Sie hatte ebenfalls ihre zwei Kinder und die Großmutter dabei. „Ich will dazu beitragen, dass mein Friedlingen sauber ist“, sagte sie.

Scherben sind für die Kleinen gefährlich

Der 13-jährige Emil stellt fest, „sauber und sicher soll Friedlingen sein“. Ihn stören vor allem die vielen Glassplitter, die überall herumliegen. „Das ist besonders für kleine Kinder gefährlich“, sagt Emil. Ein Stück weiter weg vom Quartierstreff ist eine junge Frau ganz alleine in der Tullastraße am Müllsammeln. Sie findet diese Initiative „Klasse“. Da sie in dem Viertel wohne, wolle sie ihren Beitrag leisten. „Wenn das jeder ein bisschen machen würde, wäre es viel sauberer“, erklärt sie.

Kaffee und Kuchen zum Dank

Nach etwa zwei Stunden war die Aktion beendet. Die vollen Müllsäcke wurden gesammelt und anschließend vom Werkhof abgeholt. Für die fleißigen Helfer gab es zum Dank Kaffee und Kuchen in den Räumen des Quartiertreffs. „Diese Aktion, die alle zwei Jahre stattfindet, kostet nichts, außer die Energie, die die Sammler aufbringen“, sagt die Quartiermanagerin, die sich über die vielen Engagierten freute.