Eines von vielen Beispielen am Sonntag an der Villingendorfer Ortsdurchfahrt Foto: privat

Und wieder einmal ist Müll liegen geblieben – diesmal an der Villingendorfer Ortsdurchfahrt. Eine Bürgerin macht ihrem Ärger Luft.

Es ist ein Anblick, der manche Bürger – vor allem angesichts stetig steigender Müllgebühren – beim Sonntagsspaziergang zur Weißglut treibt: Berge von Gelben Säcken, die einfach nicht abgeholt wurden. Und das an prominenter Stelle – an der Ortsdurchfahrt Villingendorf.

 

„Danke für den ‚schönen‘ Sonntagsspaziergang durch unser Dorf! Ist das der Komfort, mit dem die jährliche Erhöhung der Müllgebühren begründet wurde?“, schreibt uns eine Villingendorferin und liefert auch Bildmaterial, auf dem sich an mehreren Stellen entlang der Ortsdurchfahrt die Gelben Säcke stapeln.

Woran liegt es?

Aber woran liegt es? Personalknappheit beim Entsorgungsunternehmen? Wir haben beim Landkreis Rottweil nachgefragt. Dort teilt man uns mit, dass der Landkreis bezüglich der Abfuhr der Gelben Säcke keinen Vertrag mit dem Entsorgungsunternehmen ALBA habe. ALBA sei hierfür direkter Auftragnehmer der Dualen Systeme Deutschland (DSD).

Die Gelben Säcke werden auch nicht über die Müllgebühren an den Kreis finanziert: Beim Kauf eines Produktes in einer Verpackung, die das DSD-Symbol hat, wird die Entsorgung an das DSD gleich mitbezahlt.

Verspätet entfernt

Abgesehen davon: „Laut Information von ALBA werden die Gelben Säcke in Villingendorf heute abgefahren“, heißt es vom Landratsamt. Das war am Montag.

Bei einer Kontrollfahrt am Dienstagvormittag in Villingendorf stellte sich jedoch heraus: Die meisten Gelbe-Säcke-Berge sind noch an Ort und Stelle. Für die Bürgerin, die sich mit ihrer Beschwerde an unsere Redaktion gewandt hat, nichts Neues. „Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass nur das halbe Dorf angefahren wird, und es wird auch nicht das letzte Mal sein“, ist sie sich sicher.

Als wir am frühen Nachmittag noch einmal nachsehen, sind die Säcke weg.