Während der Übergabe erfolgte auch eine Einweisung an den neuen Endgeräten. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Digitalisierung: Laptops und I-Pads kommen gerade rechtzeitig / Gemeinde investiert rund 11 000 Euro

Pünktlich zum Start des Fernlernens sind alle Hauptschüler der Mühlenbacher Heinrich-König-Schule – mit Außenstelle Hofstetten – mit digitalen Leih-Endgeräten ausgestattet worden. Alle Klassen lernen jetzt digital.

Mühlenbach. Die Schüler der fünften und sechsten Klasse erhielten I-Pads, die Siebt- bis Neuntklässler bekamen Laptops als Leihgeräte.

Finanziert über den "Digitalpakt Schule" wurden mit dem Oktober-Gemeinderatsbeschluss die Endgeräte angeschafft und mithilfe der IT-Abteilung der Firma Elektro Prinzbach eingerichtet.

Vereinheitlichung erleichtert Alltag auch für die Lehrer

Schulleiter Stefan Euler-Benz erklärte Bürgermeisterin Helga Wössner sowie den Gemeinderäten Evmarie Buick und Stefan Müller: "Für das intuitive digitale Arbeiten in Klasse fünf und sechs ist ein I-Pad besser geeignet. Für das produktive digitale Arbeiten ab Klasse sieben bekommen die Schüler Laptops." Mit Schülern und Eltern sei ein Nutzungsvertrag vereinbart worden, in dem unter anderem die ausschließlich schulische Nutzung der Geräte festgeschrieben ist.

Zu den vorhandenen 20 Laptops und 26 I-Pads waren über den Digitalpakt weitere 40 Laptops und 30 I-Pads angeschafft. Die Kosten bezifferte die Bürgermeisterin auf etwa 56 000 Euro, von denen die Gemeinde 10 740 Euro zu tragen habe. Der Rest werde von Bund und Land getragen. "Wir haben Glück gehabt, dass wir die Endgeräte zum jetzigen Zeitpunkt ausgeben können", zeigte sich Schulleiter Stefan Euler-Benz dankbar. Denn was an Arbeit in einem I-Pad oder Laptop stecke, bis es an die Schüler ausgegeben werden könne, lasse sich kaum beschreiben.

Und die einheitliche Einrichtung sowie die Ausgabe einheitlicher Geräte vereinfachen den Unterricht für Lehrer wie Schüler. Das sah auch Helga Wössner so und unterstrich, dass diese Lehrmittel von der Schule zur Verfügung gestellt werden müssten.

Auf die Frage nach der Datenanbindung in Mühlenbach urteilte sie: "Eigentlich nicht schlecht, bis auf einzelne Höfe haben wir eine ordentliche Versorgung." Auch der Schulleiter wusste nur von einer Handvoll Kinder im Mühlenbacher und Hofstetter Außenbereich, die eine unzureichende Datenanbindung haben.

Mit der Anschaffung und Ausgabe der Leih-Endgeräte ging auch die Anschaffung von speziellen Schränken einher, die künftig in den Klassenzimmern der Fünft- bis Neuntklässler stehen werden. Diese sind mit USB-Anschluss und Lademöglichkeit ausgestattet und dienen gleichzeitig als Handy-Garage während des Unterrichts. Und obwohl das digitale Lernen eigentlich gut funktioniert, ist für Stefan Euler-Benz der Präsenz-Unterricht nicht zu ersetzen. "Die Schulcloud wird auch während des Präsenz-Unterrichts immer genutzt", verwies er im Hinblick auf die weitere Nutzung der digitalen Endgeräte – über den Lockdown und die Schulschließung hinaus.

Der Fernlern-Unterricht müsse anders als der Präsenz-Unterricht konzipiert werden. Ab der kommenden Woche haben die Hauptschüler Fernunterricht nach Stundenplan, der weitestgehend an den üblichen Stundenplan angelehnt ist. Einzig die Neuntklässler sind zur Prüfungsvorbereitung stundenweise im Mühlenbacher Schulhaus, bevor neue Corona-Bestimmungen eine Lockerung zulassen.

Die Fachlehrer Armin Isenmann, Lenia Herta Emidio Blüm, Stefan Schwendemann und Philipp Wernet hatten sich an unterschiedlichen Plätzen im Schulhaus positioniert. Die Eltern bekamen zwischen 10 Uhr und 16 Uhr ein Zeitfenster zugewiesen, in dem sie das Leihgerät zusammen mit ihrem Kind abholen konnten. Nach Unterschrift der Nutzungsvereinbarung sowie einer Einweisung durch den jeweiligen Fachlehrer wurden die Geräte abgegeben.

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