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Mühlenbach "Muss eine Übergangslösung geben"

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Mitte Mai hatte sich Bürgermeisterin Helga Wössner bei den Erzieherinnen für ihre Arbeit bedankt – jetzt muss schnellstmöglich eine sechste Kindergartengruppe eingerichtet werden. Archivfoto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Mühlenbacher Kindergarten platzt aus allen Nähten. Ob ein Container zur mittelfristigen Überbrückung der Platznot eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Viele Fragen sind noch offen – und die Zeit drängt.

Mühlenbach. Kindergartenleiterin Elisabeth Schäfer informierte den Mühlenbacher Gemeinderat zunächst über die aktuellen Belegungszahlen der Gruppen. 76 Kinder werden aktuell in der Einrichtung betreut, 16 davon in der Krippen-Gruppe.

"Es gibt eine große Lawine an Mühlenbacher Kindern, die auf uns zukommt", blickte die Kindergartenleiterin voraus. Durch die schrittweise Verlegung der Einschulungstermine gebe es einen Rückstau an Kindern, im Herbst würden dann zwölf Kinder eingeschult werden. Auch in den folgenden Jahren sieht es ähnlich aus, eingeschult werden zwölf, 17 und 19 Kinder. Und dann komme der bombastische Jahrgang 2018/2019 mit 31 Kindern.

Betriebserlaubnis umfasst lediglich 78 Kinder

Die derzeitige Betriebserlaubnis umfasse 78 Kinder ohne die Krippengruppe. "Laut den gestrigen Zahlen ist der Kindergarten im Januar voll, bis zum Sommer fehlen zwölf Plätze", erklärte Elisabeth Schäfer. Und diese könnten nicht durch die Überlegung der anderen Gruppen kompensiert werden. Bisher würden schon 25 Kinder von zwei Erzieherinnen betreut. "Die Konsequenz ist klar: wir brauchen eine sechste Gruppe!", resümierte Bürgermeisterin Helga Wössner. Obwohl sich die Kirche aus ihrem Engagement in den Kindergärten zurückziehe, habe der Stiftungsrat die Trägerschaft der sechsten Gruppe noch einmal zugesagt – allerdings auf drei Jahre befristet.

Wie es mit der Trägerschaft danach weiter gehe, müsse gut überlegt werden und könne eventuell über einen freien Träger gelöst werden. Aktuell werde bei den Eltern eine Bedarfs-Erhebung durchgeführt, die sechste Gruppe werde für 25 Kinder beantragt.

Eine Alternative zur Container-Lösung sah die Bürgermeisterin nicht, die Nutzung von Räumen im Pfarrheim St. Bernhard sei vom Stiftungsrat kategorisch abgelehnt worden. Seit der vergangenen Woche gebe es seitens des Bundes auch wieder Gelder für Kindergarten-Neubauten, eventuell sei bei entsprechender Förderung die Anschaffung eines eigenen Containers möglich.

Auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte Helga Wössner den geplanten Standort aufgrund der benötigten Infrastruktur entlang des Zauns zur Kirche hin. Mühlenbachs Kämmerer Herbert Keller erklärte im Verlauf der Diskussion allerdings: "Im Haushalt ist kein Euro für die Kindergarten-Erweiterung eingeplant. Außerplanmäßige Ausgaben von 200 000 Euro sind nicht einfach so möglich." Und selbst wenn ein Förderantrag gestellt würde, dürfe erst mit Bewilligungsbescheid in die Planung gegangen werden.

Gemeinderat Stefan Müller (CDU) sah selbst bei der Schaffung des notwendigen Raumes ein großes Problem in der Personal-Findung. Thomas Keller (FW) forderte: "Es muss eine Übergangslösung geben."

Gibt es keine schnelle Lösung für das drängende Platzproblem im Mühlenbacher Kindergarten, müssen mit dem KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg) Gespräche bezüglich der Über-Belegung geführt werden. Außerdem müsse dann abgewogen werden, welche Eltern in der Platz-Vergabe bevorzugt würden – und welche Eltern länger auf einen freien Platz warten müssten. Bis zur nächsten Ratssitzung wird die Verwaltung konkrete Informationen zu den Kosten einer Container-Lösung vorlegen. Auch soll erkundet werden, in wie weit qualifiziertes Personal gefunden werden kann

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