Das Außengelände des Mühlenbacher Kindergartens wurde in drei Spielbereiche eingeteilt. Für die Erzieherinnen ein Grund mehr, mit den Kindern viel in die Natur zu gehen.Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Kindergarten informiert über aktuelle Situation / Gebühren werden ausgesetzt

Keine Kindergartengebühren im Januar, die vorläufige Aussetzung im Februar und keine mobilen Einheiten: Der Mühlenbacher Gemeinderat ist von Leiterin Elisabeth Schäfer und Beauftragter Alexandra Vollmer-Himmelsbach informiert worden.

Mühlenbach. Die Befreiung von den Januar-Gebühren gilt nur für Eltern, die keine Notbetreuung ihrer Kinder in Anspruch genommen haben. Die Gebühr für die Notbetreuung wird im Januar und Februar nach den tatsächlichen Anwesenheitstagen berechnet.

"Die Eltern sind in dieser Zeit sehr gefordert, sie machen viel durch. Deshalb sind wir an einer Entlastung interessiert", erklärte Bürgermeisterin Helga Wössner zu Beginn. Die Ferienwoche im Januar könne mit der Corona-Schließung im Dezember verrechnet werden, letztendlich entscheide der Gemeinderat. Für den Februar werde in einheitlicher Abstimmung mit den Kindergarten-Trägern in der Raumschaft gewartet, ob seitens des Landes Zuschüsse bezahlt würden und welche Beschlüsse dann seitens der kirchlichen Verbände gefasst würden.

Kindergartenbeauftragte Alexandra Vollmer-Himmelsbach verwies auf den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen, der ab Montag auch in Mühlenbach wieder für alle Kinder beginnt. Neu sei das vorgeschriebene Tragen einer medizinischen Maske, eine Alltagsmaske reiche nicht mehr aus.

Bei der Notbetreuung sei dieses Mal kein Nachweis auf den Anspruch erforderlich gewesen. Deshalb habe man sich jetzt auch für die tageweise Berechnung der Gebühren entschieden. Kindergartenleiterin Elisabeth Schäfer informierte über den Beginn der Notbetreuung und die Zahlen. Vom 16. bis 23. Dezember waren 20 Kinder in der Betreuung, weitere Eltern hätten dort bereits Bedarf im Falle der Lockdown-Verlängerung angekündigt. "An einem Tag waren 33 Kindergarten- und zehn Krippenkinder gleichzeitig da", verwies Schäfer auf den hohen Bedarf.

Thomas Keller (FW) konstatierte: "Das hat mit Notbetreuung nicht mehr viel zu tun." Morgens seien zwei Erzieherinnen je Gruppe im Kindergarten, nachmittags würden sie die Zeit im Homeoffice mit der Dokumentation, dem Erarbeiten von Konzepten, Lesen von Fachliteratur, Vorbereiten von Elterngesprächen oder der Zusammenstellung von Basteltüten nutzen. Während im ersten Lockdown alles neu gewesen sei, habe man jetzt schon auf bewährte Konzepte zurückgreifen könne, alles sei relativ entspannt.

Der Tagessatz für die Notbetreuung reicht in Abhängigkeit der Familienkonstellation von 90 Cent bis 16,10 Euro, so Schäfer.

Im Juli des vergangenen Jahres hatte Kindergartenleiterin Elisabeth Schäfer wiederholt auf den dringenden Platzbedarf im Gemeinderat hingewiesen (wir haben berichtet). Für das laufende Kindergartenjahr mussten viele Gespräche in Sachen Betriebserlaubnis geführt werden, um dem Jahrgang mit 30 Kindern gerecht zu werden. Der Wegzug einer Familie mit vier Kindern hat etwas Luft verschafft. Durch die Rücknahme der Altersgemischten Gruppe wurden zwei weitere Ü-3-Betreuungsplätze geschaffen. Wenn sich am Personalschlüssel nichts ändert, kann im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen eine Gruppe mit bis zu zwei Plätzen überbelegt werden. Dadurch wird von März bis Mai in zwei Gruppen je ein Kind und von Juni bis August jeweils ein weiteres Kind in diese Gruppen aufgenommen. "Alle Kinder, die einen Platz brauchen, haben auch einen", betonte Beauftragte Alexandra Vollmer-Himmelsbach. Durch die Überbelegung der Gruppen ist vorerst keine Lösung mit mobilen Raumeinheiten notwendig.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: