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Mühlenbach Karl Burger in Ruhestand verabschiedet

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Wie schon die restlichen verabschiedeten Bürgermeister – Frank Edelmann, Heinz Winkler, Manfred Wöhrle – wurde auch Burger von seinen Kollegen der Verwaltungsgemeinschaft Haslach zu einer gemeinsamen Reise nach Südtirol eingeladen. Foto: Kleinberger

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Mühlenbach - Einen emotionalen Abschied von seinem Amt feierte Bürgermeister Karl Burger am Dienstagabend. Weggefährten und Freunde lobten ihn als "echten Kerl" und "Pragmatiker" mit Herz und Verstand. Das bewahrte ihn aber nicht vor einer großen Überraschung.

Die Trachtenkapelle und der Männergesangsverein begleiteten den Abend musikalisch. Nach dem "Mühlenbachlied" oblag es Burgers Stellvertreterin Evmarie Buick, die seit 33 Jahren und damit wärhend Burgers kompletter Amtszeit, Gemeinderatsmitglied ist, die Laudatio für den scheidenden Bürgermeister zu halten. "Du hast in den 24 Jahren mehr als einen Job gemacht und dein ganzes Herz, deine Kreativität, deinen Elan, deine Begeisterungsfähigkeit, aber auch deine Beharrlichkeit eingebracht", sagte sie.

Die Liste aller Vorhaben, die in Burgers Amtszeit verwirklicht wurde, war lang und "ließe sich noch um vieles erweitern", wie Buick erklärte. "Und bestimmt waren es manchmal gerade die kleinen täglichen Probleme, die mehr Kopfzerbrechen bereitet haben als die Millionenprojekte", meinte die Bürgermeisterstellvertreterin. Das bestätigte Burger mit einem Lachen und zustimmendem Kopfnicken.

Neben den verwirklichten Projekten ließ es Buick sich nicht nehmen, auf das Miteinander des Gemeinderats und des Bürgermeisters einzugehen und Burgers menschliche Seite zu beleuchten. "Du warst darauf bedacht, mit den von dir und deinen Mitarbeitern ausformulierten Beschlussvorlagen eine Mehrheit im Rat zu erhalten. Aber nicht um jeden Preis. Du hast die Argumente des Gemeinderats immer respektiert", lobte sie.

"Einfach und bescheiden"

Bei allen Entscheidungen habe Burger darauf geachtet, dass auch bei den Bürgern keine dauerhaften persönlichen Verletzungen zurückblieben. Mit den zusammenfassenden und "einfachen und bescheidenen Worten, so wie er nun einmal war" Worten "Karl, das hast du gut gemacht", beendete Buick die Laudatio.

"Wir verabschieden heute einen ›echten Kerl‹", erklärte Landrat Frank Scherer, "aber einen im modernen Sinn. Er ist menschlich, zuverlässig und nicht nur wegen seines Könnens geachtet, sondern auch beliebt, weil er nah am Bürger war." Beruflich habe Burger nie einen "Bock geschossen" und stattdessen nur "Treffer gelandet". Die Verbundenheit des Bürgermeisters zu "seinem Mühlenbach" sei Scherer im Lauf der Zusammenarbeit immer wieder deutlich geworden.

Sein ehemaliges Wahlmotto "Werte erhalten, Zukunft gestalten" könne Burger nun auf die kommende Rente anwenden, für die der Landrat ihm alles Gute wünschte. In Anerkennung an dessen Verdienste um den Wald im Kreis schenkte Scherer Burger einen Block Holz, der dem Waldzuwachs im Ortenaukreis innerhalb einer halben Sekunde entsprach.

Als Bürgermeister der Gemeinde Hofstetten sprach Henry Heller für die Verwaltungsgemeinschaft Haslach. Er erwähnte von den früher schwierigen Beziehung zwischen Hofstetten und Mühlenbach, die sich in der Amtszeit von Burger und Heller "schon fast in eine heimliche Liebe" verwandelt habe. "Für die Verwaltungsgemeinschaft warst du ein Stabilitätsfaktor, der mit ganz viel Herz die Belange der Bürger der Raumschaft mit vorangetrieben hat", so Heller. Das Ansehen, das Burger in der ganzen Raumschaft genoss, belegte er mit einer kleinen Anekdote.

Reise nach Südtirol

Demnach habe der ehemalige Landrat, Klaus Brodbeck sich bei dem Versuch, erste Beziehungen mit dem Kinzigtal knüpfen wollte, er eine Kontaktperson gesucht und sich dabei an Karl Burger gewandt – dem damals bekanntesten und beliebtesten Bürgermeister im Kinzigtal.

Wie schon die restlichen verabschiedeten Bürgermeister – Frank Edelmann, Heinz Winkler und Manfred Wöhrle – wurde auch Burger zu einer gemeinsamen Reise nach Südtirol eingeladen.

Dass es keine Übertreibung war, dass Burger im Vorfeld der Verabschiedung oft als Unterstützer der Vereine und des Ehrenamts gelobt wurde, bestätigte Vereinssprecher Richard Kern: "Wir haben viel zusammen geschafft und viele Meisterschaften gefeiert", sagte er. Auch von Seiten der Kirche – sprich Pfarrer Helmut Steidel und Edelgard Vollmer vom Pfarrgemeinderat gab es nur Lob. "Ich habe die Zusammenarbeit immer als konstruktiv und wohlwollend erlebt. Das war besonders beim Kindergarten spürbar", meine Steidel.

Danach hatte Buick noch eine besondere Überraschung für den scheidenden Bürgermeister parat: "Nach Paragraf 22 hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dir die höchste Auszeichnung der Gemeinde zukommen zu lassen und dir die Ehrenbürgerschaft zu verleihen." Damit schienen weder Burger noch seine Frau Brigitte gerechnet zu haben. Beiden gelang es kaum, die Tränen zurück zu halten. Doch das war noch nicht alles. "Wir haben lange überlegt, ob wir eine Straße nach dir benennen sollen. Aber es ist leider gerade keine mehr frei", so Buick. Auch die Schule und die Gemeindehalle hätten bereits einen Namen. Aus diesem Grund habe der Rat beschlossen, ein goldenes Buch für Mühlenbach anzulegen. Burger solle den ersten Beitrag verfassen.

Trotz seiner Rührung schaffte Burger es, seine Abschlussrede ohne zu stocken vorzutragen. "Der Gemeinderat hat mich kalt erwischt, mit so etwas habe ich nicht gerechnet", gab er zu. Angesichts seines Abschieds habe er gemischte Gefühle. Die Tätigkeit als Bürgermeister habe ihm immer Freude bereitet, aber die Freude auf den Ruhestand überwiege nun. Er bedankte sich bei allen, die ihn als Bürgermeister begleitet und unterstützt hatten und wünschte seiner Nachfolgerin Helga Wössner eine glückliche Hand und Erfolg bei ihrer Arbeit für die Gemeinde. "Der Herrgott möge über Mühlenbach und seine Bürger stets eine schützende Hand halten!", sagte Burger abschließend.

Mit dem Badnerlied ging die offizielle Verabschiedung danach zum gemütlichen Teil über.

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