Bürgermeisterin Helga Wössner und Landwirt Paul Keller vor dessen Löschteich Foto: Gemeinde

Brandbekämpfung: Gemeinde und Feuerwehr machen Bestandsaufnahme in Mühlenbach

Wie es um die Löschwasserversorgung in der Gemeinde Mühlenbach steht, wollen die Verwaltung und Feuerwehr herausfinden. Bis Ende des Jahres soll es eine Bestandsaufnahme geben.

Mühlenbach. Wie Bürgermeisterin Helga Wössner bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend ausführte, müssen Gebäude so ausgerichtet sein, dass bei einem Brand Löscharbeiten zur Rettung von Mensch und Tier möglich sind. Konkret bedeutet das, dass eine ausreichende Menge Löschwasser zur Verfügung stehen muss. Dies ist Aufgabe der Gemeinde, kann aber an die Grundstückseigentümer übertragen werden. "Manche Bauanträge können ohne Löschwasserquelle auch abgelehnt werden oder werden nur mit der Auflage bewilligt, dass in den kommenden zwei Jahren Löschwasser bereit gestellt wird – und das dann auch permanent", so Wössner.

Teilweise sei die Löschwasserversorgung hervorragend und es gebe auch Zusammenschlüsse von Eigentümern, die sich gemeinsam um diese Angelegenheit kümmerten. Dennoch müssten die Täler auch unabhängig von den noch eingehenden Bauanträgen mit Löschwasser versorgt sein. Um das zu gewährleisten, wollen Gemeinde und Feuerwehr zunächst den Löschwasserbedarf im Gebiet der Kommune ermitteln, die Entnahmestellen ermitteln sowie die daraus mögliche Mengen an Löschwasser. Diese Stellen, insbesondere die Hydranten, sollen dann bestimmt werden. Inwieweit ein Leitungssystem finanzierbar wäre, soll hiernach überprüft werden. Alternativen seien Brandweiher, Zisternen und ähnliches. Die bestehenden Vereinbarungen über die Löschwasserbereitstellung zwischen Eigentümern und der Gemeinde sollen schließlich auch noch geprüft werden. "Da wir viele Außenbereiche haben, wird das ein ordentliches Stück Arbeit", blickte Helga Wössner voraus.

Evmarie Buick (Freie Wähler) wollte wissen, wie viel Löschwasser pro Grundstück bereit stehen müsste und wie die Menge aufgeteilt werde, wenn mehrere Eigentümer sich die Löschwasserversorgung teilten. Mühlenbach Feuerwehrkommandant erklärte: "Je nach Größe sind das 100 000 Liter, es kann nach Ermessen des Kreisbrandmeisters aber auch erhöht werden." Klaus Armbruster (Freie Wähler) erkundigte sich nach den Kosten einer solchen Zisterne. Uhl bezifferte diese auf etwa 6000 Euro zuzüglich der Installationsarbeiten. Armbruster schätzte den Preis also auf rund 10 000 Euro. Uhr pflichtete im dazu vorsichtig bei.

Zum Zeitrahmen der Untersuchungen meinte der Feuerwehrkommandant: "Bis Ende des Jahres will ich das abgearbeitet haben."­

Armbruster regte an, dass angesichts der Ereignisse im Ahrtal bei der Herbstübung statt einer Brandbekämpfung ein Hochwasser simuliert werden solle. Eine solche Übung hatte es bereits 2016 schon einmal gegeben. Uhl fand die Idee gut, gab aber bekannt, dass es wegen der Pandemie keine Herbstübung geben könne.