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Mühlenbach Der Kalk kommt per Hubschrauber

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Für den Anlieger- und den Baustellenverkehr wird eine T-Straße angelegt. Foto: Störr

Mühlenbach - Mit Kalkungsmaßnahmen als Ausgleich für die Bodenarbeiten im Neubaugebiet Hausmatt/Buttenwiese startet in Mühlenbach ein "Leuchtturmprojekt".

In dem Pilotprojekt des Landratsamts Offenburg und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg soll geprüft werden, in wie weit sich die Kalkungsmaßnahmen auf versauerten Waldböden als Ausgleichsmaßnahme anrechnen lassen. Die Erhebungen zur Versauerung des Bodens gegenüber dem Wert von 1927 und die Berechnungen über den Bodenabtrag im Verhältnis zum Wert für die Natur wurden durchgeführt und auch die Empfehlungen der beteiligten Fachbehörden liegen mittlerweile vor. Diplom-Biologe Alfred Winski, der das Mühlenbacher "Ökokonto" verwaltet, und Agraringenieur Rainer Olschewski vom Landratsamt waren in die Gemeinderatssitzung gekommen und informierten das Gremium über die geplanten Maßnahmen. Untersucht wurden zwei kirchliche Waldflächen mit einer Gesamtfläche von etwa 58 Hektar, wovon die südliche Teilfläche mit etwa 38 Hektar in den kommenden zehn Jahren zweimal mit je drei Tonnen "Dolomit" je Hektar gekalkt werden soll.

Die Kosten für die erste Kalkung in den nächsten ein oder zwei Jahren belaufen sich für die Gemeinde, nach aktuellen Erfahrungswerten seitens des Amtes, auf etwa 210 Euro je Hektar. Für die zweite Kalkung in acht bis zehn Jahren werden weitere 10 000 Euro anfallen. Mit den Gesamtkosten von etwa 18 000 Euro kann ein Ausgleichswert von 19 Hektar-Werteinheiten geschaffen werden. "Dieser Wert stellt sich im Vergleich zur Umsetzung anderer Ausgleichsmaßnahmen als sehr günstig dar", befand Bürgermeister Karl Burger. Für die Kompensation des Neubaugebiets wären allerdings nur 14,2 dieser Einheiten notwendig, wovon bereits 70 Prozent durch andere Maßnahmen erbracht wurden.

Trotzdem stimmte der Gemeinderat der Kalkung zu, denn die "überschüssigen" Einheiten werden auf dem "Ökokonto" für kommende Projekte, die im Flächennutzungsplan bereits ausgewiesen sind, gutgeschrieben. Die Mühlenbacher Privatwaldbesitzer könnten ebenfalls von der Kalkung profitieren, denn sie bekommen die Maßnahmen mit 90 Prozent vom Land bezuschusst.

Mühlenbach (stö). Der straßenbauliche Ringschluss im Mühlenbacher Neubaugebiet "Hausmatt" wird vollzogen, das derzeitige "T" wird weitergeführt. Baubeginn wird im April sein, bis Ende Juli sollen die Arbeiten zur Erschließung des zweiten Bauabschnitts (BA) abgeschlossen sein. Dietmar Ribar war seitens des Planungsbüros in die Gemeinderatssitzung am Mittwochabend gekommen und informierte das Gremium kurz über die anstehenden Arbeiten. "Für den Anlieger- und den Baustellenverkehr wird eine T-Straße angelegt, bevor die endgültige Erschließung des zweiten BA erfolgt und die Rückführung der Baustraße erfolgen kann", so Ribar. Der Baustellenverkehr würde über das Neubaugebiet abgeführt, nicht über die neue Bärenbachstraße, betonte der Ingenieur. "Die Mühlenbacher Häuslebauer können ihre Planungen weitertreiben und wenn die Arbeiten Ende Juli fertig sind, können bereits im Herbst die ersten neuen Häuser entstehen", befand Bürgermeister Karl Burger. Der Weg oberhalb des Wohngebietes sei mittlerweile befestigt und die Entwässerung angebracht, gab Burger bekannt. Die Arbeiten zur Erschließung des Neubaugebiets, die aus den Gewerken Wasserleitungsbau (brutto 37 225 Euro), Umlegen der WKK-Leitung (brutto 51 608 Euro), Kanalisation (brutto 119 869 Euro) und Straßenbau (88 536 Euro), wurden einstimmig an die Biberacher Firma Knäble vergeben.

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