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Mühlenbach "Da müssen wir jetzt eben durch"

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Gerade für Wohnwagen wird es eng. Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht und einer Breite von mehr als 2,20 Metern dürfen die Baustelle gar nicht passieren. Das stellte einige Mühlenbacher Firmen in Bezug auf den Lieferverkehr vor Probleme. Foto: Reinhard Foto: Schwarzwälder Bote

Die Mühlenbacher Ortsdurchfahrt ist seit etwas mehr als einer Woche halbseitig gesperrt. Anliefernde Lastwagen, die für die auf 2,20 Meter geschrumpfte Fahrbahn zu groß sind, müssen einer langen Umfahrung folgen. Das stellt einige Firmen vor Probleme.

Mühlenbach. Das Gewerbegebiet Vorbäch ist zwar von der Heidburg aus erreichbar, schwerer Verkehr, der aus Richtung Haslach kommt, kann die Baustelle aber nur schwer bis gar nicht passieren. Durch die halbseitige Sperrung ist die Fahrbahn auf eine Breite von 2,20 Meter geschrumpft.

Das stellt nicht nur Lastwagenfahrer vor Probleme. Auch Wohnwagen, Autos mit größeren Anhängern und die Linienbusse mussten oft über den Bürgersteig bis auf die Grasnarbe am Straßenrand ausweichen. Da diese durch den Regen in den vergangenen Tagen aufweichte, wurde sie mit Schotter aufgefüllt. So können zwar auch Laster bis zu einer gewissen Größe die Baustelle passieren, aber nicht alle passen hindurch. Der Schwarzwälder Bote hat sich unter den Firmen im Vorbäch umgehört, inwiefern diese Situation sie bezüglich des anliefernden Verkehrs vor Probleme stellt.

Metallbau Grießbaum: "Bisher haben wir keine Probleme wegen der Sperrung", sagt Daniel Grießbaum vom gleichnamigen Metallbauunternehmen. Die Fahrzeuge, die ihm zwei- bis dreimal pro Woche hauptsächlich Holzwerkstoffe, Beschläge und Glas lieferten, könnten über die Baustelle fahren. "Ein 40-Tonner passt da aber bestimmt nicht durch", meint er.

Malerbetrieb Limberger: "Ganz gut" laufe es beim Malerbetrieb Limberger, erklärt Michaela Limberger. Täglich bekomme das Unternehmen unter anderem Farbe, Tapete und Teppichböden aus Freiburg und Offenburg geliefert. "Bis jetzt haben sich weder Kunden noch Lieferanten wegen der Sperrung beschwert. Sogar das Containerfahrzeug konnte passieren", sagt Limberger. Allerdings sei die Passage sehr schmal, findet sie. "Dennoch fährt alles durch, was irgendwie geht. Aber so mancher Wohnwagen war schon mit zwei Rädern auf dem Bankett und viele mit größeren Wagen brauchen Höchstkonzentration, um es zu schaffen", fasst sie ihre Beobachtungen zusammen. Größere Sattelzüge würde die Firma nicht über die Baustelle leiten.

Was Limberger auch beobachtet hat: Die Ampel habe keine Automatik. "Nachts steht man manchmal ewig, denn die Schaltphase ist ziemlich lang." Dennoch sagt sie zusammenfassend: "Es hilft kein Jammern, da müssen wir jetzt eben durch."

Holzbau Streif: Während Grießbaum und Limberger noch recht wenige Schwierigkeiten haben, sieht die Situation bei Streif Holzbau ganz anders aus. "Klar haben wir Probleme. Die Lastwagen dürfen nicht durch, ich muss Material teilweise beim Baustoffhändler in Haslach lagern", ärgert sich Bernd Streif. Auch ein Baukran habe die nur zur Hälfte zur Verfügung stehende Fahrbahn nicht passieren können. Die Fahrzeuge, die ihn mit Dachziegeln und Bauholz aus Appenweier beliefern, seien bis zu 30 Tonnen schwer und müssten den langen Umweg über die Heidburg nehmen, um zu ihm zu gelangen – wenn sie diese Tour überhaupt auf sich nähmen. Die Frage nach finanziellen Einbußen aufgrund der Situation bejaht er. Aber: "Es muss halt gehen. Allerdings hätte man den Grünstreifen gleich befahrbar machen sollen, finde ich."

Fautz-Beschichtungen: "Wir erwarten die Spedition demnächst. Während der Sperrung hatten wir bis jetzt noch keine größere Lieferung", berichtet Waltraud Fautz. "Mal schauen, wie das klappt." Da das Unternehmen eine Lieferung schwerer Steine erwartet, sei sie etwas besorgt, wie der Lieferant es zu ihnen schaffe. Sie sehe oft, wie auch sehr große Fahrzeuge die halbseitige Sperrung durchfahren. "Ich wundere mich manchmal, was da so alles durchkommt", meint sie.

Fahrbahnbreite: Die geringe Breite der Restfahrbahn ist laut Marcus Walter vom Regierungspräsidium (RP) Freiburg einer neuen Vorschrift geschuldet, welche einen gewissen Sicherheitsabstand zwischen Baustellenpersonal und rollendem Verkehr fordert.

Durchfahrtsverbot: Diese ist auch der Grund für ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen und Fahrzeuge, die breiter als 2,20 Meter sind. "Leider wird dieses Durchfahrtsverbot nur von den wenigsten Verkehrsteilnehmern beachtet, wodurch dann wieder ein zusätzlicher Aufwand für die Baufirma entsteht, um die dadurch entstandenen Schäden an Absperrmaterial und Infrastruktur zu beheben", so Walter. Der Linienbusverkehr darf jedoch weiterhin die Baustelle passieren muss dafür über das Straßenbankett fahren.

Bauende: Der Bauvertrag sieht ein Bauende bis zum Ende der Herbstferien vor, also bis zum 3. November. Die ausführende Baufirma habe versichert, dass der Fertigstellungstermin trotz verspätetem Baubeginn eingehalten werden kann, so Walter.

Notfälle: Die Notfallversorgung der Anwohner von Mühlenbach ist laut Walter gewährleistet. Die Zufahrt, auch zum Bärenbach, sei aus jeweils einer Richtung immer möglich.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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