Auf dem Mühlenareal sind vier Häuser geplant – eigentlich. Foto: Fritsch

Pläne für das Mühlenareal in Bad Liebenzell gibt es längst. Doch stellt sich die Frage, wann und wie diese umgesetzt werden können. Denn die aktuelle Lage könnte so einiges am bisherigen Entwurf über den Haufen werfen.

Bad Liebenzell - Vier Häuser, etwa 25 Wohneinheiten, dazu 42 Parkplätze – für das Mühlenareal in Bad Liebenzell gibt es große Pläne. Doch bis die in die Tat umgesetzt werden, dauert es. Zumindest könnte das Baugesuch im Frühjahr 2023 eingereicht werden, gibt Bauamtsleiter Rainer Becht nun auf Anfrage unserer Redaktion bekannt.

 

"Derzeit werden das Baugrundgutachten und statische Berechnungen angestellt, welche die Realisierung der Planung sicherstellen sollen", erklärt Becht weiter. Wichtig hierbei sei auch die Untersuchung des Lengenbachs im Bereich des Mühlenareals. Dieser soll freigelegt werden – ein Schritt, der natürlich gründlich von einem Fachbüro geprüft sein will. Gerade im Hinblick auf das Starkregenrisiko und daraus resultierender Überschwemmungsgefahr.

Parkplätze auf drei Ebenen

Sind die Untersuchungen abgeschlossen, werden deren Ergebnisse in das Baugesuch eingearbeitet. Der Vorentwurf, so Becht, steht ja bereits. Dieser sieht, wie bereits erwähnt, auf dem rund 4600 Quadratmeter großen Areal vier Häuser mit 25 Wohneinheiten vor. Wobei letztgenannte Zahl sich durchaus noch verändern kann, je nachdem wie man die Wohnungen zuschneidet. Das hatte Architekt Daniel Schönle in einer Gemeinderatssitzung im August erläutert. Dazu sollen 42 Parkplätze für die Wohnungen sowie 17 weitere als öffentlicher Parkraum geschaffen werden. Unter dem größten der Häuser sollen Schönles Ausführungen in der Sitzung zufolge auf drei Stockwerken Parkplätze entstehen.

Diese ganzen Zahlen sind aber noch nicht in Stein gemeißelt. Die aktuelle Lage sowie die Preisentwicklung hat freilich auch Auswirkungen auf das Mühlenareal-Projekt. Vor allem auf dessen Wirtschaftlichkeit, da es sich um eine "anspruchsvolle, aber dennoch aufgelockerte Bebauung" handelt, wie Becht erklärt. Daher könnte es eventuell passieren, so der Bauamtsleiter, dass man mit einem oder gar weiteren Baukörpern nachverdichten muss, damit sich das Ganze finanziert. "Es wäre allerdings schade, wenn dieses Konzept gar nicht umgesetzt werden würde."

Haushaltsplanung steht aus

Die Realisierung der Bebauung wird in den Haushaltsverhandlungen der Stadt auf jeden Fall Thema sein. Dann gelte es auch zu besprechen, ob sich die Planung mithilfe einer neu gegründeten Baugesellschaft oder eines dritten Investors umsetzen lasse.

Im Frühjahr 2023 dann soll das Baugesuch zur Genehmigung eingereicht werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werde auch ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet, kündigt Becht an.