Zur neuen Mountainbike-Strecke hat unsere Leserin Vera Niedermann-Wolf folgende Meinung.
Jahrelang war von ‚einer‘ Mountainbikestrecke die Rede – und nun sind’s schon deren zwei, für die man ‚Schneisen in den Wald‘ geschlagen hat, da, wo bisher Spaziergänger dazu ermahnt wurden, dem Wild seine Ruhe zu lassen.
Vorbei mit der Ruhe. Und weitere sollen noch folgen! Soll eigentlich unser wunderbarer Wald jetzt nur noch zum Männerspielplatz umgebaut werden? Was Mountainbiken mit der Landesgartenschau zu tun hat, das wüsste ich ja gerne. Im Bericht wird leider nicht erwähnt, dass für dieses spezielle Vergnügen einer Hand voll Menschen 200 000 Euro aus dem Etat Rottweils für den Bau zur Verfügung gestellt wurden sowie für die kommenden Jahre jeweils 3000 Euro für den Unterhalt. Und das, obwohl wir erst jüngst der Zeitung entnehmen mussten, wie sehr nun beim Kinder- und Jugendreferat, bei der Bibliothek und den Kindergärten gespart werden muss.
Wenigstens den Unterhalt sollten nun auch die Nutzer finanzieren. Währen hier nicht z.B. Fahrradhändler als Sponsoren gefragt? Oder freiwillige Beiträge der Nutzer wie das die Arbeitsgemeinschaft Skiwanderwege Heuberg vormacht? Dabei entstammen dem Stadtsäckel von Rottweil nicht die einzigen öffentlichen Gelder: Sowohl die Kreissparkasse als auch die Volksbank haben hier unterstützt – alles dank unserer Gebühren! Warum müssen eigentlich die Kunden hohe Gebühren bezahlen, mit denen dann der Vorstand großzügig als Sponsor für Projekte seiner Wahl auftritt? Ich plädiere dafür: Keine weiteren öffentlichen Gelder und keine weiteren Mountain-Bike-Trails!
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