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Mountainbike Ronja Eibl hofft auf WM im Oktober

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Ronja Eibl ist im Eiltempo in die Weltspitze gefahren. Foto: Sigel

Wie andere Sportler aus der Region hat auch die Mountainbike-Profisportlerin Ronja Eibl derzeit viel Zeit sich Gedanken zu machen. 

Aufgrund der Coronakrise hat sich ihr Alltag verändert. Kontakt zu Menschen, die nicht bei ihr im Haus wohnen, hat sie ganz wenig. Die 20-Jährige hält über Video-Chat den Kontakt zu ihren Freunden. Man tauscht sich aus. Und obwohl die Grosselfingerin Asthma hat, macht sie sich nicht allzu große Sorgen am Coronavirus zu erkranken. Viel schlimmer ist für sie der Gedanke jemanden anzustecken, beispielsweise ihre Großeltern. Deswegen ist sie sehr vorsichtig und widmet sich hauptsächlich ihrem Sport. Eigentlich wollte sie dieser Tage mit ihrem Studium der Zahnmedizin an der Uni Tübingen beginnen, doch der Semesterbeginn ist erst einmal verschoben. Vieles soll dort zukünftig Online stattfinden.  

Auch der Termin für die Heim-WM in Albstadt vom 25. bis 28. Juni war nicht zu halten. Das bedauert Ronja Eibl, denn die WM war ihr großes und langfristiges Ziel. Nun steht es in den Sternen, ob es überhaupt eine Mountainbike-WM in Albstadt geben wird. "Ich hoffe immer noch, dass es möglich ist, die WM im September oder Oktober zu machen, weil ich fände es total schlimm, wenn die WM gar nicht stattfinden könnte", sagt Ronja Eibl. Als "Gesicht der WM" fühlt sie mit den Organisatoren, die derzeit eine Lösung suchen. Eine Verschiebung auf nächstes Jahr ist kaum möglich, da der nächste WM-Gastgeber mit dem italienischen Val di Sole bereits feststeht. So bleibt nur die Möglichkeit Herbst oder gar nicht. 

Doch nicht nur die WM in Albstadt ist für Ronja Eibl ein großes Thema. Die 20-Jährige hat ein extrem erfolgreiches Jahr 2019 hinter sich, in dem sich die Cross-Country-Spezialistin den Gesamtweltcup bei der U23 sichern konnte. Durch diese Leistungen hat sie sich einen der beiden deutschen Startplätze für die Olympischen Spiele in Tokio gesichert. Den anderen hat Elisabeth Brandau inne. Nun wurde Olympia 2020 ja auf den Sommer 2021 verschoben und noch ist unklar, ob Ronja Eibl sich erneut qualifizieren muss oder ob die Nominierung Bestand hat. "Dass Olympia um ein Jahr verschoben ist, sehe ich jetzt eher sogar als Vorteil, da ich ja eine von den jüngsten, wenn nicht sogar die jüngste Starterin im Feld wäre. Nächstes Jahr bin ich ein Trainingsjahr älter und kann eher ein bisschen weiter vorne mitfahren", sagt Ronja Eibl und weiter: "Klar, ich hätte schon Bock das Rennen dieses Jahr zu fahren, doch unter diesen Umständen finde ich es besser, dass es verlegt wurde." 

Auch ohne Wettkämpfe trainiert Ronja Eibl aktuell 15 bis 25 Stunden die Woche. Joggen und Stabilisationstraining sorgen für Abwechslung. Das Training ist auf Langfristigkeit ausgelegt. "Mein Trainer meinte auch, wir nutzen die Zeit, um an Baustellen zu arbeiten, an denen man langfristig arbeiten kann", erzählt Eibl. Das Krafttraining, das sonst eher im Winter seinen Platz hat, nimmt einen größeren Stellenwert ein. Nachdem ihr Trainingslager auf Mallorca wegen der Corona-Pandemie abgebrochen werden musste, waren nach der Rückkehr nach Deutschland auch die Fitnessstudios zu. Kreativität war gefragt: "Wir haben gleich im Internet alles mögliche bestellt und bei uns im Keller ein eigenes Fitnessstudio aufgebaut", berichtet die 20-Jährige, schließlich ist der Radsport ja ihr Beruf. Deswegen wäre auch eine Ausgangssperre für sie extrem problematisch gewesen. 

Wenn Ronja Eibl mal nicht trainiert, backt sie gerne, liest, zeichnet und schaut auch mal einen Film mit der Familie an. Langweilig wird ihr so schnell nicht. Anfang September stünde noch eine Europameischaft im Terminkalender, ob diese jedoch statfinden kann, ist derzeit in dieser außergewöhnlichen und nie dagewesenen Situation nicht absehbar. 

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