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Mountainbike Bundesliga Top-Fahrer starten im Nordschwarzwald

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Eine anspruchsvolle Strecke erwartet die Profi-Radler am Wochenende. Foto: Lenk

Der Bund Deutscher Radfahrer richtet kommendes Wochenende in Freudenstadt ein Bundesliga-Rennen aus. Schon der Blick auf die Meldeliste verspricht ein spannendes Wochenende.

Mit der Niederländerin Anna Terpstra vom Team Ghost Factory Racing geht die Weltranglisten-Erste als klare Favoritin in das Short Track Race am Samstag und das olympische Cross-Country-Rennen am Sonntag. Nach ihrem ersten Weltcup-Sieg im Juli in Andorra hatte Terpstra zwar in den letzten Wochen etwas herausgenommen, aber einen Start in Freudenstadt ließ sich die 28-Jährige und WM-Vierte dennoch nicht nehmen: "Ich finde es cool, dass es dieses Rennen gibt, von daher werde ich wie immer alles geben und hoffentlich ein bisschen Spaß haben", erklärte die WM-Vierte ihre Zusage für das Wochenende. Ob Terpstra allerdings so klar als Favoritin gehandelt werden kann?

Die letztjährige Bundesliga-Siegerin aus Grosselfingen, Ronja Eibl, muss hier genannt werden. Sie sicherte sich im letzten Jahr als jüngste Fahrerin aller Zeiten den Bundesligagesamtsieg und sorgte mit ihrem überlegenen U 23-Weltcup-Gesamtweltcupsieg auch international für Schlagzeilen. 2019 stand allerdings noch unter keinem guten Stern für Eibl. Nach einem Defekt sprang bei den Europameisterschaften nur Rang acht heraus, die WM fiel gar ganz aus aufgrund einer Grippe. In Freudenstadt will Eibl allerdings den Sommer vergessen machen. Hier legte das 20-Jährige Leichtgewicht im letzten Jahr mit ihrem Sieg den Grundstein für den Bundesliga-Gesamtsieg.

Weltmeisterin mischt mit

Ganz anders präsentierte sich dagegen diesen Sommer die dritte Favoritin im Bunde, die Österreicherin Laura Stigger. Die U 18-Weltmeisterin auf der Straße ist eine echte Allrounderin. Bei der Mountainbike-WM holte sie sich als eine der jüngsten Teilnehmerinnen auf Anhieb Silber.

Mit der Sonthofenerin Nadine Rieder kommt ein weiteres bekanntes Gesicht nach Freudenstadt. Als Siegerin des Short-Track und mit Platz 5 im Cross-Country kennt sich die Allgäuerin bestens auf den Freudenstädter Strecken aus. Nach ihrer Verletzung im Frühsommer holte Rieder sich Ende August die Silbermedaille bei der Marathon-DM und bewies damit, dass sie für die kommenden Rennen wieder gut gerüstet ist. "Ich würde in Freudenstadt gerne meine Form bestätigen. Auch wenn die Saison zwischenzeitlich nicht gut lief, sie hat für mich sehr gut angefangen und ich möchte sie gerne gut beenden", freut sich Nadine Rieder auf ihre beiden Starts am Wochenende.

Freudenstadt als Formtest

Auch die Österreicherin Lisi Osl darf zu den weiteren Favoritinnen gezählt werden. Zwar liegen die besten Zeiten der Weltcup-Gesamtsiegerin von 2009 schon etwas zurück, allerdings kommt die Strecke im Christophstal mit ihren steilen Anstiegen der Kletterspezialistin entgegen und machte zuletzt mit einigen starken Auftritten auf sich aufmerksam.

Bei den Männern kommt mit Maxine Marotte einer der besten Cross-Country-Spezialisten der Welt nach Freudenstadt. Der Olympiateilnehmer von Rio 2016 musste in diesem Sommer einige schwächere Auftritte verkraften, mit dem dritten Rang beim Weltcup-Finale in Snowshoe, USA, vor kurzem kehrte der Mann aus Mulhouse in den Kreis der Weltbesten zurück. Der Elsässer will Freudenstadt auch als Formtest für das Rennen in Tokio am 4. Oktober nutzen. Dabei handelt es sich um ein Test-Rennen auf der Strecke für die Olympischen Spiele 2020 – das nächste große sportliche Ziel des 33-Jährigen Franzosen.

Mit seiner regionalen Nähe zum Schwarzwald – Marotte stammt aus Zillisheim bei Mulhouse – dürften ihm die steilen Schwarzwaldhänge bestens vertraut sein, er gilt als klarer Favorit.

Der neuseeländische Ozeanienmeister Anton Cooper wird Marotte allerdings den Sieg nicht kampflos überlassen. Nach einem durchwachsenen Jahr möchte Cooper die selektive Strecke im Christophstal nutzen, um in die Erfolgsspur zurückzuradeln. Nach seinem vierten Platz im vergangenen Jahr dürfte er mit den Tücken der Strecke bestens vertraut sein und gilt als Geheimfavorit.

Als fahrtechnisch sehr ausgereifter Fahrer gilt Matthias Stirnemann. Der Schweizer blickt auf einige großartige Erfolge zurück, unter anderem auf die renommierten Renne wie Cape-Epic und Swiss-Epic. Mit Reto Indergand kommt weiterer aussichtsreicher Schweizer nach Freudenstadt. Mit zuletzt zwei fünften Plätzen bei den Europameisterschaften ist Indergand ein weiterer hochkarätiger Sieganwärter, der auch noch im Kampf um den Bundesliga-Gesamtsieg Chancen hat.

Noch eine Rechnung offen

Ein weiteres heißes Eisen auf den Bundesliga-Thron ist auch Ben Zwiehoff. Nach einem Defekt vergangenen Jahr musste Zwiehoff das Freudenstädter Rennen frühzeitig beenden und hat daher noch eine Rechnung mit der Strecke offen. Der Essener freut sich aber schon auf seinen Start: "Ich denke, ich muss mich da nicht verstecken. Vermutlich wird wieder eine Spitzengruppe entstehen und ich möchte dabei sein.Die Strecke liegt mir, ich denke da geht was."

Besonders erfreulich ist auch der Start einiger Lokalmatadoren. Der Murgtaler Markus Bangert finishte im letzten Jahr als 25. Christian Ludewig als Bundesligafahrer und Mitorganisator des anstehenden Rennens freut sich besonders auf sein Heimspiel: "Ich werde zwar keine Rolle ganz vorne spielen, aber gegen so große Namen zu starten und dann noch vor heimischer Kulisse, ist schon ein ganz besonderes Erlebnis."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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