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Motorsport Von der "Grünen Hölle" in die Landesschau

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Cooler Typ im Cockpit: Zoran Radulovic. Foto: Haas

Die Saison der deutschen Langstreckenmeisterschaft endet für Zoran Radulovic und sein Team Derscheid mit lautem Knall: Reifenplatzer bei Tempo 200. Kleiner Trost: Der SWR sendet am Donnerstag einen TV-Beitrag über den Simmersfelder.

Ein lauter Knall, ein schlingerndes Auto, aufspritzender Kies und eine heftige Deformation des BMW 325i im Reifenstapel. So endete der neunte Lauf und die Saison der deutschen Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring für das Team Derscheid, für das der Simmersfelder Zoran "Schorle" Radulovic ins Lenkrad greift.

Nahezu ungebremst war Teamchef Rolf Derscheid im freien Training mit einem Reifenplatzer im Streckenabschnitt Pflanzgarten II mit Tempo 200 abgeflogen. Nach einer Schrecksekunde kam das erlösende Zeichen des Routiniers, der erst jüngst seinen 60. Geburtstag gefeiert hatte: Daumen hoch. "Wichtig ist, dass Rolf nichts passiert ist", war Radulovic erleichtert. "Schorle" hatte erst eine Runde zuvor das Steuer an Rolf Derscheid übergeben. Die Saison war damit gelaufen.

Geschichten, die der Rennsport – vor allem in der "Grünen Hölle" – seit nunmehr 20 Jahren für den Inhaber einer Kfz-Werkstatt in Simmersfeld schreibt. Radulovic ist keiner, der im Benzinklatsch dies gerne zum Besten gibt und sich als Held stilisiert. Für ihn ist das Teil des Sports, den er so liebt und dessen Risikos er sich bewusst ist, wenn er den Helm aufsetzt und den Startknopf drückt.

Für den SWR ist er deshalb einer der "Heimathelden". Sein Porträt steht nun überlebensgroß auf dem Simmersfelder Rathausplatz. Denn: "Schorle" wird bei der Live-Show in der Albblickhalle, die der SWR 4 am Samstag, 30. November, ab 20 Uhr live überträgt, von Moderator Jörg Assenheimer interviewt – natürlich nicht ohne zuvor mit einem Renntransporter mit durchdrehenden Reifen eine Runde vor der Halle zu drehen. "Ich bin kein Held, freue mich aber riesig, wie die Menschen in Simmersfeld sich für meinen Sport interessieren. Auch dann, wenn es wie in diesem Jahr nicht so rund läuft", sagt Radulovic.

Der jedenfalls ist er für die Macher des Beitrages über den Motorsportroutinier, der am heutigen Donnerstag zwischen 18.45 und 19.30 Uhr in der Landesschau Baden-Württemberg im SWR-Fernsehen ausgestrahlt wird. Das TV-Team hat ihn einen Tag in der Werkstatt und auf dem Quad durch die Wälder begleitet.

Nach den Medienauftritten ist der Simmersfelder aber wieder ganz beim Motorsport. Einen Tag nach der Live-Show trifft er sich mit einem Verantwortlichen eines großen südkoreanischen Reifenherstellers, um über ein Engagement für die kommende Saison zu sprechen. Radulovic: "Wir hatten das ganze Jahr Probleme mit den Reifen. Die Reifenplatzer haben die Gesundheit von uns Fahrern gefährdet und das Team viel Geld gekostet. In der nächsten Saison werden wir andere Reifen aufziehen."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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