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Motorsport Traum vom Profi ein Stück näher gekommen

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Max Faude macht Spaß. Foto: Priestersbach

Max Faude ist ein Ass im Motorsport, auch wenn er selten hohe Geschwindigkeiten fährt: Der 20-jährige Sindelfinger gehört zur Welt-Elite im Motorrad-Trial – und schlug nun in Ingolstadt sogar den amtierenden Weltmeister.

In Asien, wo sich Motorrad-Trial großer Beliebtheit erfreut, ist Max Faude fast so etwas wie ein Star. Hierzulande wird der Sindelfinger, der für den Motorsportclub Falke Wildberg-Sulz startet, selbst als amtierender deutscher ­Vize-Meister und Vize-Weltmeister nicht so häufig auf der Straße erkannt. Und so ist der 20-Jährige nach zwei Jahren als Sportsoldat auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie er sein Hobby zum Beruf machen kann.

Eine weitere Empfehlung dafür hat Max Faude nun in Ingolstadt beim 6. ADAC-Hallentrial abgegeben. Dort wurden die sechs besten deutschen Fahrer und vier internationale Konkurrenten – darunter der norwegische und tschechische Meister – in die Sektionen geschickt.

Nach einem packenden Wettkampf vor 3000 Zuschauer kratzte der Sindelfinger, der neben seinem 125-Kubikzentimeter-Motorrad einen echten schwäbischen Rostbraten mit Spätzle als seine große Leidenschaft bezeichnet, nur knapp am Podium vorbei. Bemerkenswert: Weltmeister Billy Green aus Großbritannien ließ Faude hinter sich.

Mit Felix Heller war auch ein zweiter Fahrer des MSC Falke in Ingoldstadt mit dabei. Im Vorlauf schlug Heller sich gut und konnte drei Konkurrenten hinter sich lassen. Für das Finale reichte es aber nicht ganz. Heller landete in der Endabrechnung auf Platz sieben.

Keine Vorbereitung

Noch am Abend vor dem Wettkampf war Faude angespannt gewesen, da ihm bewusst war, dass seine Konkurrenten sich ideal für die Indoor-Veranstaltung vorbereiten konnten, er hingegen in der wichtigen Vorbereitungszeit durch eine Virusinfektion außer Gefecht gesetzt war und sechs Wochen keinen Sport machen durfte. Doch schließlich legte sich bereits beim Besichtigen der Sektionen die Nervosität und Faude war zuversichtlich. "Die Sektionen waren schwierig, aber dennoch machbar", so seine Einschätzung.

Sicheres Gefühl

Sein Können zeigen vor einem riesigen Publikum und das Ganze auch noch live im Internet – so einen Lauf gibt es selten. Die Nervosität verwandelte sich dann zur absoluten Freude auf die Veranstaltung. Das Warmfahren gab dem Sindelfinger ein sicheres Gefühl: "Das Motorrad war gut abgestimmt und perfekt vorbereitet."

Schließlich startete der Wettkampf mit der Speed-Sektion: Bestimmte Hindernisse in der Halle verteilt mussten fehlerfrei und schnell gemeistert werden, denn es ging hier bereits um die Startreihenfolge für den Vorlauf. Faude setzte auf Sicherheit, denn er wollte die Speed-Sektion fehlerfrei bewältigen. Dies gelang ihm mit einer ordentlichen Zeit, welche ihm die fünfte Startposition brachte.

Hinterrad rutscht weg

Somit konnte Faude die Durchläufe einiger Fahrer vor sich beobachten. Der ADAC-Stiftung-Sport-Fahrer startete von Beginn an sicher und begann die ersten Sektionen mit nur einem Strafpunkt. In Sektion drei rutschte ihm jedoch das Hinterrad an einer Stufe ab und er bekam fünf Strafpunkte. Den Vorlauf beendete Faude auf Rang fünf und musste somit gegen Billy Green in den Hoffnungslauf. Dem Engländer gelang es, im Hoffnungslauf einen fehlerfreien und schnellen Durchlauf abzulegen. Er setzte seinen deutschen Konkurrenten somit extrem unter Druck, da er die Sektion nun ebenfalls fehlerfrei, aber auch schneller meistern musste, um ins Finale einzuziehen. Faude schaffte die Sektion ebenfalls fehlerfrei, hatte aber die Sektionszeit von Green um über sieben Sekunden unterbieten können. Somit erfüllte sich nach dem höchst spannenden Hoffnungslauf der Traum vom Finale.

Publikum fiebert mit

Für das Finale wurden die Sektionen umgebaut, die Hindernisse deutlich anspruchsvoller – und das bekam auch der Sindelfinger Beta-Pilot zu spüren. In der ersten Sektion fehlte nur ein Hauch zum Meistern einer vier Meter hohen Betonröhre. Faude brachte noch einige starke Aktionen in seinem ersten Finale in Ingolstadt und auch das Publikum fieberte spürbar mit ihm mit, so dass er in der letzten Sektion sogar noch am tschechischen Meister Martin Matejicek vorbeiziehen konnte. Am Ende war der Sindelfinger überglücklich mit dem vierten Platz, denn er ist lediglich nur knapp am Podium vorbei geschrammt.

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