Johannes und Michael Kapfinger sammelten mit dem gelben Porsche vom Team Joos in Zandvoort wichtige Punkte. Foto: Axel Weichert

Die Kapfinger-Brüder zeigen in Zandvoort an beiden Tagen ein beherztes Rennen.

Mit zwei teilweise hart erkämpften Top-Ten-Ergebnissen hat das Team Joos by Twin Busch mit dem Zwillingspaar Johannes und Michael Kapfinger am Steuer wieder wichtige Meisterschaftspunkte beim ADAC GT Masters im holländischen Zandvoort Rang sieben im Samstagsrennen und Platz vier am Sonntag sorgten dafür, dass die beiden Brüder aus Passau weiterhin auf Rang vier in der Meisterschaft liegen.

Der anspruchsvolle Formel-1-Kurs in den niederländischen Nordseedünen empfing den Tross des ADAC GT Masters zu den Saisonrennen drei und vier. Das Team Joos by Twin Busch, dass nach dem guten Saisonstart in Oschersleben auf Platz vier liegend angereist war, ging wieder mit den beiden Zwillingsbrüdern Johannes und Michael Kapfinger an den Start.

Platz sieben steht nach dem ersten Renntag zu Buche

Am Samstag stieg Michael Kapfinger ins Cockpit des Joos-Porsche, um das Qualifying in Angriff zu nehmen. Angesichts der Nachteile bei der Einstufung des Porsche 911 GT3 R waren Team und Fahrer mit Rang sieben zufrieden, weil nicht mehr möglich war.

Im Rennen lag Michael Kapfinger auch nach dem Start auf dieser Position. Das Team versuchte einen so genannten „Overcut“ und ließ Michael vor dem Pflichtboxenstopp möglichst lange auf der Strecke, um mit schnellen Runden Positionen gutmachen zu können. Trotz eines guten Boxenstopps mit Fahrerwechsel fand sich Johannes später ebenfalls auf Rang sieben wieder, den er unangefochten ins Ziel brachte.

Am Sonntag landet das Team auf Rang vier

Johannes Kapfinger war am Sonntag an der Reihe, im Qualifying den Startplatz für das Rennen auszufahren. Auch er gab sein Bestes, aber mehr als Rang neun war nicht möglich. Nach dem turbulenten Rennstart behauptete sich Johannes Kapfinger gut im Mittelfeld. Auch hier versuchten die Joos-Strategen wieder einen Overcut, diesmal mit großem Erfolg. Nach dem Fahrerwechsel zum letztmöglichen Zeitpunkt kam Michael Kapfinger, der das Steuer übernommen hatte, auf Rang vier zurück auf die Strecke und verteidigte diesen Platz zunächst souverän gegen den ehemaligen DTM-Fahrer David Schumacher.

Während einer unübersichtlichen Situation bei einem Restart nach einer FCY-Phase musste er Schumacher dann ziehen lassen, überholte aber seinerseits ebenfalls einen Kontrahenten, so dass er am Ende als Vierter über die Ziellinie fuhr.

Teammitglieder ziehen positives Fazit

Teamchef Michael Joos war zufrieden: „Zunächst muss ich meiner ganzen Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen! Wir haben das ganze Wochenende absolut fehlerfrei gearbeitet und perfekte Boxenstopps absolviert. Auch mit der Leistung von Johannes und Michael Kapfinger kann ich nur absolut zufrieden sein, denn ihr Speed im Rennen beeindruckt mich immer wieder. Von der Performance war es das ganze Wochenende für uns schwierig, deshalb bin ich froh, dass wir mit beiden Fahrern weiterhin auf Rang vier in der Gesamtwertung rangieren.“

Johannes Kapfinger zog ebenfalls ein positives Fazit: „Wir haben uns aus allen Schwierigkeiten herausgehalten, immer eine gute Strategie gehabt und konnten so eigentlich das Maximum an Punkten herausholen, was hier möglich war. Mein Qualifying lief nicht optimal, weshalb ich mit dem vierten Platz im Rennen natürlich sehr zufrieden bin. Jetzt blicken wir nach vorn zu den nächsten Rennen auf dem Nürburgring. Angesichts unserer guten Rennpace bin ich sehr zuversichtlich, dort wieder vorn angreifen zu können.“

Auch für Michael Kapfinger war es ein gelungenes Wochenende. „Mit meinem Qualifying am Samstag bin ich eigentlich sehr zufrieden, weil ich eine sehr gute Runde gefahren bin. Allerdings war trotzdem nicht mehr als P7 möglich. Auch im Rennen konnten wir nicht wirklich angreifen. Am Sonntag dachten wir ebenfalls, dass von P9 aus nicht viel mehr ginge, aber durch eine super Strategie vom Team und einen perfekten Boxenstopp sind wir bis auf Rang vier vorgefahren. Dass wir dadurch weiterhin auf Rang vier in der Meisterschaft liegen, freut mich sehr.“