Trotz einiger Schwierigkeiten kämpften sich „Schorle“ Zoran Radulovic, Robin Reimer und ihr Team beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring nach vorn.
Müde, aber glücklich machten sich „Schorle“ Zoran Radulovic (Simmersfeld) und Robin Reimer (Schömberg) auf den Heimweg – nach 24 Stunden auf dem Nürburgring. Zusammen mit Deott Farquini und Markus Schiller pilotierten die beiden einen BMW 330 i mit der Startnummer 501 von Adrenalin Motorsport.
Das Quartett wurde als Vierter in der Klasse VT 2 und als 49. von 88 gewerteten Teams abgewunken. 24 Stunden vorher wäre das nicht zu erwarten gewesen, wegen einer Geschwindigkeitsübertretung von sieben Stundenkilometern in einer Tempo-60-Zone. Und nach einem Unfall im Training wurde das Team ans Ende des Startertfeldes mit 141 Fahrzeugen gesetzt.
Trotz anfänglichen Schwierigkeiten
„Wir haben unter den Umständen das Maximale erreicht, haben das Auto ohne einen Kratzer ins Ziel gebracht“, freute sich „Schorle“ Radulovic. Dem Langstrecken-Routinier war es denn auch vergönnt, den letzten Turn zu fahren und in der letzten Runde die Ovationen der Streckenposten und der mehr als 280 000 Zuschauer an der Strecke zu genießen.
Das Rennen wurde vom Brasilianer Augusto Farfus, Jesse Krohn aus Finnland, dem Schweizer Raffaele Marciello und Kelvin van der Linde aus Südafrika in einem BMW M4 GT3 nach 141 Runden mit 1:17,810 Minuten Vorsprung gewonnen.
Bei der Fahrt über die Ziellinie war auch der Ärger über das Malheur im Training vergessen. „Schorle“ Radulovic hatte nach einer Tempo-60-Zone nach Auswertung der Streckenkameras zu früh den Fuß auf dem Gas. Die Sportkommissare versetzten das Team ans Ende der Startgruppe drei und damit ans Ende des Starterfeldes mit 141 Fahrzeugen.
„Wegen der vielen Unfälle auf der Strecke war im Training keine flüssige schnelle Runde möglich. Ich wollte einfach zu viel“, befand der Simmersfelder.
Ein Talent für die Nacht-Fahrt
Für ihn war erst einmal Warten angesagt. Nach zwei Stunden wurde die rote Flagge geschwenkt: Rennabbruch. Kein Nebel, kein Regen wie in den beiden vorangegangenen Jahren, sondern ein Stromausfall stoppte das Rennen. Nach zwei Stunden wurde das Rennen wieder gestartet.
Robin Reimer übergab als Fünfter in der Klasse um halb zwölf für einen Doppel-Stint das Steuer an „Schorle“ Radulovic. Der Routinier bewies einmal mehr seine Qualitäten in der Nacht und übergab um zwei Uhr als Vierter das Auto.
Morgens um acht Uhr übernahm er wieder. Dazwischen hatte er im nahe der Rennstrecke abgestellten Campingmobil eine Mütze Schlaf genommen. Derweil viele Fans noch in den Zelten schliefen, war der Simmersfelder hellwach unterwegs.
Das Starterfeld hatte sich nach vielen Unfällen in der Nacht merklich gelichtet. Jetzt galt es aufmerksam die letzten acht Stunden das Auto ins Ziel zu bringen, bei Überholmanövern der GT3-Autos Platz zu machen und sich aus Positionskämpfen rauszuhalten.
Das gelang, doch am Streckenabschnitt riss ein Funkspruch von Robin Reimer die Teamleitung aus der Routine: schleichender Plattfuß mit Reifenplatzer.
Auf eigener Achse rollte der Wagen zurück an die Box. Für das Team der einzige unplanmäßige Boxenstopp.