Die Verwirklichung des Motorik-Fun-Parks in Haiterbach ist einen Schritt weiter: Der Gemeinderat hat den Baubeschluss gefasst. Bei den Fördermitteln gibt es eine kleine Unsicherheit.
Der Motorik-Fun-Park soll in Haiterbach die Lücke schließen, die sich mittlerweile im Spielplatzangebot durch in die Jahre gekommene Spielplätze mit teilweise als defekt ausgemusterten Geräten aufgetan hat – und doch ist das Angebot weit mehr: eine Attraktion, die Spiel- und Sportspaß für Kinder wie Erwachsene bieten wird.
Geplant sind 27 Stationen und rund 75 Geräte, die auf dem Bus entstehen sollen. Aus der Auswahl an Geräten wird eine Mischung zusammengestellt, die unterschiedliche Körperregionen anspricht und Schwierigkeitslevel bietet. Das Konzept wurde zusammen mit Thomas Birnleitner von Motorik-Fun in Linz in Österreich erstellt. Er hat viele solcher Geräte für Übungsstationen entwickelt – und schon einige vergleichbare Parks.
Ausgewählt wurde eine 4500 Quadratmeter umfassende Fläche, die vom Stadtkern aus betrachtet hinter den bestehenden Sportanlagen – dem Stadion sowie der Tennisanlage – liegt. Dafür sprachen die gute Erreichbarkeit, die schon verfügbaren Parkplätze und eine nahe gelegene Gaststätte. Das Gelände ist in städtischem Eigentum.
Idee aus Kernstadtrat heraus entwickelt
Die Idee wurde aus dem Kernstadtbeirat heraus entwickelt. Der Gemeinderat hatte laut Sitzungsvorlage in seiner nicht öffentlichen Sitzung am 17. September den einstimmigen Beschluss gefasst, dass die Umsetzung des Motorik-Fun-Parks in Haiterbach unter der Bedingung, dass das Projekt eine Förderung erfährt, umgesetzt werden soll.
Daraufhin wurde ein Förderantrag gestellt und eine Förderzusage liegt zwischenzeitlich vor. Das allerdings mit Fußnote, wie Thomas Burkhardt vom städtischen Bauamt in der Sitzung am Mittwochabend erläuterte. Er sprach von einer 99,9-prozentigen Gewissheit, dass das Geld aus dem Regionalbudget von Leader Heckengäu fließen wird. Mündlich sei dies zugesagt. Für die abschließende Gewissheit fehle allerdings noch die schriftliche Zusage.
Ausschreibung mit Vorbehalt
Die jetzt anstehende Ausschreibung soll durch diesen Umstand aber nicht verzögert werden. Laut Burkhardt wird deshalb die Ausschreibung der Arbeiten durch den Passus ergänzt, dass die Umsetzung des Projekts und die tatsächliche Vergabe der Arbeiten unter dem Vorbehalt dieser Förderung steht.
Die geschätzten Gesamtkosten betragen rund 400.000 Euro (brutto). Die beantragte Zuwendung beträgt 60 Prozent der Nettokosten. Dies bedeutet, dass der Stadt Haiterbach eine Zuwendung in Höhe von rund 202.000 Euro bewilligt wurde.
Somit müsse die Stadt Haiterbach laut den geschätzten Kosten noch Eigenmittel in Höhe von rund 200.000 Euro zur Verfügung stellen, sagte Bürgermeisterin Kerstin Brenner.
Spaß, Geld auszugeben
„Das ist ein sehr schönes Projekt, wo das Geldausgeben Spaß macht“, sagte Julian Däuble (CDU). Er freue sich schon auf das Austesten des Fun-Parks zusammen mit den Gemeinderatskollegen.
Gerhard Gutekunst (UBL) hob die Vorarbeit konkreter Personen hervor. Das sei nicht vom Kernstadtrat im Gesamten, sondern durch eine Arbeitsgruppe aus Elvira Helber, Jochen Härter und Daniel Schübel ausgearbeitet worden.
Als Ausführungszeit für das Gesamtprojekt Motorik-Fun-Park ist Sommer 2026 bis Juli 2027 vorgesehen.