Auf dem Dach der „Ponderosa“ (von links) Zimmermann Ralf Limberger, Vorsitzender Gotthard Kloker sowie Vorstandsmitglied Dirk Burger. Foto: Hella Schimkat

Der Motor-Sport-Club (MSC) Brigachtal feierte Richtfest und Eröffnungsparty ihrer „Ponderosa“ auf dem Sportgelände Brigachtal mit Hüttenparty, Kickerturnier und gemütlichem Hock.

Ihre Feier hatten sich die Mitglieder des Motor-Sport-Clubs Brigachtal redlich verdient, mussten sie doch nach 40 Jahren ihren geliebten Standort am ehemaligen Sportplatz des FC Kirchdorf räumen und umziehen nach Klengen auf den stillgelegten Tennisplatz in der Nachbarschaft der Narrenhalle, des neuen Tennisplatzes und dem FC Brigachtal.

 

Umziehen bedeutete allerdings, ihr Vereinsheim abzubauen, das neue Gelände herzurichten, das Vereinsheim zum Teil wieder aufzubauen und neue Elemente dazuzubauen. Das Tipi hat den Weg noch nicht nach Klengen gefunden, aber das komme noch, erklärte Vorsitzender Gotthard Kloker im Gespräch mit unserer Redaktion.

Im vergangenen Jahr feierte der MSC sein 40-jähriges Bestehen noch in Kirchdorf, da wussten die Mitglieder noch nicht, wo sie in Brigachtal ihre „Ponderosa“ neu aufbauen würden.

Mit spektakulären Aktionen für Aufsehen gesorgt

Über viele Jahre hat der Verein mit spektakulären Attraktionen am Brigachtaler Dorffest für Aufsehen gesorgt.

Das Kinderferienprogramm mit den legendären Bobby-Car-Rennen ist unvergessen, die Aktion saubere Landschaft und viele weitere Aktionen gehören zu festen Terminen in Brigachtal: „Wir sind zuversichtlich, auf einem neuen Platz unseren Verein weiter zu festigen und auch dieses Projekt zu schaffen“, hatte Kloker am Jubiläum im vergangenen Jahr versprochen.

Es habe mehrere Grundstücksangebote, wie den Bahnwaggon am Festplatz oder das Sportgelände in Überauchen gegeben, „die uns aber nicht so gefallen hatten“, so Kloker. „Das Gelände in Klengen auf den brachgelegenen Tennisplätzen war dann ein Volltreffer“, betonte Kloker – dann ging es es los mit der Arbeit.

Dirk Burger vom Vorstand zählt auf: „Das Gelände hat eine Größe von 1500 Quadratmetern. Auf den Tennisplatz trugen wir Split auf, Humus von einer Baustelle haben wir schon herangeschafft, der wird nach dem Fest aufgetragen, anschließend wird Rasen angesät“, so Burger.

40 Helfer insgesamt an allen Arbeiten beteiligt

„In der ersten Augustwoche wurde die alte Hütte mit Betonplatte abgebaut und hier mit neuen Teilen aufgebaut, 40 Helfer waren insgesamt an allen Arbeiten beteiligt,“ erläutert er.

Brigachtals Handwerkerfirmen unterstützten den MSC kräftig. Ein 80 Meter langer Kanal musste zum Anschlusskanal der Narrenzunft und des FC gegraben und gebaut werden. Insgesamt wurden mit Ab- und Aufbau aber ohne Planung 1400 Arbeitsstunden geleistet, so Burger.

Jetzt wird gefeiert

Doch am Samstag wurde gefeiert, Ralf Limberger, Zimmermann und Chef von Jäckle Holzbau, Gotthard Kloker und Dirk Burger kraxelten auf das neue Dach des Holzbaus, nahmen Aufstellung neben dem geschmückten Baum – und Dirk Burger erklärte: „Ich hatte noch nie so viele Bauherren.“ Kloker dankte allen Unterstützern und auch der Gemeinde, die das Gelände zur Verfügung stellte.

Limberger sprach „man scheute Müh nicht noch Gefahr“ und Burger vollendete das Geschen auf dem Dach mit den Worten: „Geweiht sei dieses Haus zur Stund, das Glas splittert zum Grund“.

Rund 200 Freunde, Mitglieder anderer Vereine, Bürgermeister Michael Schmitt und die Gemeinderäte feierten noch lange – offenes Feuer, Getränke sowie heiße Musik wärmten von innen und von außen.