Das traditionelle „Morgenwecken“ signalisiert: Jetzt macht Ergenzingen so richtig Fasnet.
Endgültig warm gelaufen ist am Wochenende der Fasnetsmotor der Kleinpariser Narren. Auf der Tagesordnung stand am Sonntagmorgen das traditionelle „Morgenwecken“, ein untrügliches Zeichen dafür, dass das närrische Treiben ab sofort und überwiegend hinter den eigenen Mauern stattfindet. In den frühen Morgenstunden, teilweise noch bei Nacht und Nebel, trafen sich die Narren beim Zunftheim, um unter den Klängen der „Fleckahuper“ die Bevölkerung wach zu kriegen. Begleitet wurden sie dabei von einem Fernsehteam des SWR, welches sich auch für das örtliche Narrenmuseum im Milchhäusle interessierte.
Dort stand das närrische Dreigestirn Philipp Baur, Achim Kittel und Tobias Schäfer, die Geschichte der Narrenzunft betreffend, Rede und Antwort. Der ältesten Ergenzinger Närrin, Thea Breuling, die mit fast 91 Jahren immer noch gerne ihr „Lausbühlhexenhäs“ trägt, statteten die „Fernsehmacher“ ebenfalls einen Besuch ab, bevor sie die Narren zur Messe in die Heilig-Geist-Kirche begleiteten.
Linsen, Kaffee, Kuchen
Nach dem Kirchgang zog der närrische Tross zum Zunftheim, wo das ebenfalls schon traditionelle „Linsenessen“ auf der Tagesordnung stand. Mit einem gemütlichen Zusammensitzen – am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen – klang dieser Tag aus.
Ab sofort gibt es im närrischen Kleinparis allerdings kein Halten mehrZunächst einmal gilt es am kommenden Wochenende an drei Tagen das Ringtreffen des närrischen Freundschaftsringes Neckar-Gäu, nebst 75-jährigem Jubiläum der Narren- und Patenzunft in Empfingen zu absolvieren. Außerdem stehen auswärts noch einige Besuche an.
Vor heimischer Kulisse finden dann am 6. Februar der Narrenfeez, am 7. Februar die Kinderfasnet, am 10. Februar die Wirtshausfasnet, am 12. Februar Schülerbefreiung und Amtsenthebung, am 13. Februar die „Fleggafasnet“, am 14. Februar der Brauchtumsabend und am 17. Februar der örtliche Umzug statt.