Im Museum „Moped- und Technikwelt" von Herbert Riegger ist auch eine große Sammlung von alten Motoren von Zweirädern zu bewundern. Foto: Hans Herrmann

Der Verein will das zweite Stockwerk sanieren und öffnen. Geplant ist ein zudem ein wöchentlicher Flohmarkt von Mai bis zum Herbst und ein Mofa-Club-Treffen.

Im seit 2019 eröffneten Museum für Moped- und Technikwelt in den alten Stallungen des ehemaligen „Adler Post“ in Zollhaus ist immer etwas in Bewegung. Der Betreiber und Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung alter Gebrauchsgüter, Herbert Riegger, setzt sich mit viel Idealismus für den Unterhalt technischer Zeitzeugen ein. Dem Museum der Oldieträume steht ein ereignisreiches Jahr bevor. „Nachdem wir 2025 ein steigendes Interesse besonders mit Gästen aus der Schweiz verbuchen konnten, soll dieser Trend fortgesetzt werden“, kündigt Herbert Riegger an.

 

Seine einmalige Sammlung aus der ursprünglichen Technikwelt, die viele Unikate beherbergt, wächst ständig. In den hunderten Exponaten nimmt besonders die einmalige Sammlung von alten Mopeds einen hohen Stellenwert ein. Diese Art von Zweirädern hat nichts an Faszination verloren.

Aber auch das Sortiment nostalgischer Radiogeräte bis zu Gebrauchsartikeln aus dem Alltag kann sich sehen lassen und weckt bei der steigenden Besucherzahl Erinnerungen.

Herbert Rieger und sein rühriger Verein haben sich den wachsenden Bestand historischer Gegenstände auf die Fahne geschrieben und bringen sich hier mit viel Leidenschaft ein. Man sieht sich für die kommende Saison in den Räumlichkeiten, in denen es an allen Ecken und Enden von Raritäten nur so wimmelt, gut vorbereitet.

Eine über 100 Jahre alte Mostpresse gehört zu den neuen Errungenschaften von Herbert Rieger. Eine praktische Vorführung ist in dem Museum in absehbarer Zeit geplant. (Archivbild) Foto: Hans Herrmann

Allerdings hatte man in den Wintermonaten mit baulichen Schwierigkeiten zu kämpfen. „Nach einem Riss in den alten Gemäuern mussten wir teilweise ein neues Fundament installieren. Das hat uns viel Aufwand und Geld gekostet“, schaut Riegger auf anstrengende Monate zurück.

Am 16. Jahrhundert erstmals beurkundeten Gebäude nagt der Zahn der Zeit und immer gibt es etwas zu sanieren. In absehbarer Zeit will man das zweite Stockwerk restaurieren und für die Besucher zugänglich machen. „Von der Radio- bis Fernsehtechnik über handgemachte Gegenstände fürs Kochen, Waschen oder Bügeln bis zu alten Bädern und Schuhmacherei ist hier ein Querschnitt handwerklicher Sonderheiten geplant.

In den zwei Gewölben des Museum können auch Festlichkeiten veranstaltet werden. Foto: Hans Herrmann

Mit der dritten Ausgabe eines antiken Flohmarktes wird am 2. und 3. Mai auf dem Hofgelände wieder viel Leben herrschen. Ein spezieller Anbieterkreis aus dem Raum Freiburg stellt hier wahre Raritäten vor. „Bei unserem Flohmarkt kann aber jeder mitmachen“, sieht Herbert Riegger diese Veranstaltung für alle offen.

Auf dem Gelände des Museums ist am 2. und 3. Mai wieder ein antiker Flohmarkt geplant. In der Folge soll dieser wöchentlich angeboten werden. Foto: Hans Herrmann

Bis zum Herbst soll dieser spezielle Markt jedes Wochenende mit diversen Ständen geöffnet sein. Ein Treffen des Tuch-Clubs TTO für Mopeds und Mofa-Oldtimer aus der Schweiz wird im Sommer das Geschehen um das Museum weiter beleben. Auch der Mofun-Club mit dem Verleih von alten Mofas aus Schaffhausen habe sich mit einem Besuch bereits angemeldet, so Riegger.

Alte Mopeds sind ein Kernstück in dem Blumberger Museum. Von Zündapps bis Hercules sind hier viele vergangene Marken zu sehen. Foto: Hans Herrmann

Am 19. September ist ein Traktorentreffen geplant. Viel los ist zudem in den beiden original erhaltenen Gewölbekellern, die auch von Vereinen mit einem Essen- und Speisenangebot gemietet werden können. „Zu unseren Führungen ist bei uns jeder willkommen“, ergänzt Herbert Riegger abschließend.

Zum Verein

16 Mitstreiter
Der erfahrene Verein zur Erhaltung alter Gebrauchsgüter hat sich der Sammlung und Restaurierung nostalgischer Gegenstände aus dem Alltag verschrieben. Als Gründer nimmt der 65-jährige Herbert Riegger den Vorsitz des Vereins ein. Für die Kasse ist Iryna Riegger verantwortlich. Mit dem zweiten Vorsitzenden Jörg Schmid, dem Schriftführer Wolfgang Göpfert sowie dem Beisitzer Raphael Hofmann wird dieses Gremium vervollständigt. Aktuell bringen sich 16 Mitstreiter ein. Auch passive Mitglieder aus der Schweiz gehören dem Verein an.