Die Lehrkräfte Kathrin Stutz (l.) und Eva Nübel (r.) mit dem Landesrabbiner Moshe Flomenmann und der Tora-Rolle Foto: Montfort Realschule

Beeindruckt waren die Schüler der Montfort-Realschule Zell vom Besuch des Landesrabbiners von Baden Moshe Flomenmann erleben.

Neben dem jüdischen Geistlichen war auch Fabian Freiseis vom Ordinariat der Erzdiözese Freiburg als Vertreter der katholischen Kirche dabei. Nicht weniger spektakulär war, was Flomenmann zusammen mit einem außergewöhnlichen Anliegen im Gepäck hatte. Eine in Lörrach nach dem zweiten Weltkrieg gerettete Tora. Genau diese soll an der Schule im Rahmen des Technik-Unterrichts unter Anleitung des Fachlehrers Mathias Dünnwald repariert und so dem jüdische Fachbegriff für „den Regeln der Tora entsprechend“, wieder „kosher-tauglich“ gemacht werden, damit sie wieder in jüdischen Gottesdiensten zum Einsatz kommen kann.

 

Eine Tora besteht aus fünf Schriftrollen, den auch im Christentum und Islam bedeutenden fünf Büchern Mose, bedeutet sinngemäß „Lehre“ oder „Weisung“ und ist im jüdischen Glauben die Heilige Schrift.

Gleich drei Gruppen von Schülern hatten Gelegenheit, Flomenmann Fragen zu stellen. Eva Nüblel hatte evangelische Schüler dabei und Micheala Sidibe die katholischen. Kathrin Stutz hatte ihre VKL-Integrationsklasse dabei, die ganz besonders religiöse Vielfalt vereint und täglichen Austausch ermöglicht. Mit religiöser Austausch zum Anfassen war es die erklärte Absicht des Landesrabbiners, Wissen über die jüdische Kultur erlebbar zu machen und damit den Grundstein für Dialoge zu setzen.