Der Altensteiger Pfarrer Klaus-Peter Lüdke eröffnete den neuen Programmblock der Montagsakademie. Foto: Tobias Götz

Im neuen Programmblock der Altensteiger Montagsakademie erzählen Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen ihre Geschichten. Den Auftakt machte nun Pfarrer Klaus-Peter Lüdke mit einer Lesung aus seinem Buch „Ostern neu erzählt, gehofft und gebetet“.

Fast 35 Jahre lang war Hans-Joachim Fuchtel in der großen Politik unterwegs. Der gebürtige Beurener Hartmut Esslinger machte eine Karriere als Stardesigner und lebt heute in den USA. Sechzehn Jahre lang war Eckehard Scharfschwerdt als Arzt und medizinischer Lehrer im Hinterland Chinas an den Ausläufern des Himalayas tätig.

Der Altensteiger Pfarrer Klaus-Peter Lüdke schreibt seit mehreren Jahren Bücher über Themen, die ihn als Theologe und Mensch bewegen. In der Familie des gelernten Zimmermanns Wolfgang Isenburg leben seit 35 Jahren bis zu zehn drogenabhängige und aus der Haft entlassene Männer.

Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen

Alle Genannten verbindet, dass sie in der Altensteiger Montagsakademie ihre jeweiligen Geschichten erzählen und von Erfahrungen berichten. Tobias Götz, Organisator der Montagsakademie, freut sich über die Zusagen: „Mit dem Programm für das Sommersemester wollten wir Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort kommen lassen. Menschen aus der Region mit besonderen Lebenswegen. Sicher werden sie nicht nur von Erfolgen berichten, sondern auch von Momenten, die herausfordernd waren. Nebenbei werden sie sicher auch die ein oder andere Anekdote zum Besten geben“.

Den Auftakt machte Pfarrer Klaus-Peter Lüdke. Der Theologe und Autor las aus seinem neuen Buch „Ostern neu erzählt, gehofft und gebetet“. Der Altensteiger Seelsorger empfand, dass bei vielen Menschen Erschöpfung, Resignation, schlechte Nachrichten und Hoffnungslosigkeit mehr Raum eingenommen hatten als das froh machende Evangelium von der Auferstehung. Das motivierte ihn von seiner Zuversicht zu schreiben, die direkt auf der christlichen Auferstehungshoffnung gründet.

Die Erzählungen müssen sich für den Autor bewähren

Seine Mutter habe gerade noch das Manuskript des Buches erhalten und sei kurz darauf gestorben. Die dreizehn berührenden Nacherzählungen der Ostergeschichten anhand der biblischen Ostermenschen mussten sich so ganz unmittelbar im persönlichen Bereich für Lüdke bewähren. Die Geschichte der Auferstehungszeuginnen und -zeugen erzählt er oft ausführlich in ihrer Lebenskrise, bevor sie Jesus begegnet waren, und nochmals angesichts ihrer begrabenen Hoffnung.

Auch die Auferstehung von Jesus Christus zeichnet Lüdke als eine doppelte: zunächst mit Christus im Leben der biblischen Auferstehungs-Gestalten und nochmals im Lichte seiner Auferstehung. Diese doppeltiefe Hoffnung angesichts existenzieller Katastrophen reflektiert Lüdke nach jeder seiner Erzählungen in einer biblischen Meditation und in einem Gebet, das zur Begegnung mit dem Auferstandenen einlädt.

Die Besucherinnen und Besucher der Montagsakademie waren begeistert von der lebendigen Sprache, mit der es Lüdke gelang, die Zuhörer mit auf eine Reise zu nehmen und ihnen Hoffnungsräume zu eröffnen.

Nächste Veranstaltung mit Politiker

Die Montagsakademie ist ein ökumenisches Bildungsangebot und findet einmal im Monat im katholischen Gemeindehaus in Altensteig statt. Der Kostenbeitrag beträgt fünf Euro. Darin enthalten sind Kaffee, Tee und Gebäck. Die nächste Veranstaltung findet am 11. März mit dem Vortrag des langjährigen Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.ebwnsw.de.